Fonds-Fahr-Schule: Anleihen Experte

Fonds-Fahr-Schule: Anleihen Experte

In der heutigen Fonds-Fahr-Schule möchte ich das Thema Anleihen vom letzten mal noch etwas vertiefen.

Nachdem wir beim letzten mal auf die Basics der Anleihen geschaut haben, möchte ich das Thema noch ein wenig ausweiten – sozusagen einen Teil 2 für den tieferen Blick.

Ganz speziell soll es um die Risikomaße Duration und Konvexität sowie den Roll-Down-Effekt gehen.

In weiteren Blogs werden wir das Bild dann noch komplettieren und werfen einen Blick auf die Welt der Derivate. Diese sind in der Zinswelt besnders wichtig. Um die Derivate und deren Nutzen zu verstehen, ist im Vorfeld der Expertenblick auf die Anleihen notwendig.

Also wie immer First Things First:

Duration und Konvexität

Die Duration einer Anleihe ist ganz einfach ausgedrückt die mittlere Kapitalbindung die der Käufer der Anleihen eingeht.

Dass klingt etwas spröde und man fragt sich – wozu soll das gut sein?

Führen wir uns aber kurz das Prinzip an einem beispiel einer 5-jährigen Anleihe mit einem Kupon von 5% vor Augen.

Der Investor investiert zum Preis von 100 EUR (Mittelabfluss) und erhält 5 Jahre lang einen Zufluss von 5 EUR (Zins) und am Ende der Laufzeit das Nominal der Anleihe die 100 EUR wieder zurück.

0J 1J 2J 3J 4J 5J
-100 5 5 5 5 105

Die aktuelle Rendite einer 5-jährigen Anleihe sei 5%. Somit lassen sich die einzelnen Cash Flows mit diesem Zins abdiskontieren:

0J 1J 2J 3J 4J 5J
Cash Flows -100 5 5 5 5 105
Diskontfaktor 1,05 1,10 1,16 1,22 1,28
Barwert der CF 4,76 4,54 4,32 4,11 82,27
Kum. Barwert 4,76 9,30 13,62 17,73 100,00

Kumuliert man die ab-diskontierten (also abgezinsten Cash Flows) – Geldflüsse – der Zukunft auf, ist der Zeitpunkt, ab dem der halbe Barwert erreicht ist, ist die Duration in Jahren. In unserem Fall liegt dieser zwischen dem 4 Jahr und dem 5 Jahr bei ca. 4,4 Jahren.

Fondsmanager sprechen häufig von der Modified Duration – diese ist normiert und wird gewöhnlich in % angegeben. Die Effektive-Duration ist ein weiteres Konzept und der Modified Duration sehr nahe. Die Berechung erfolgt jedoch nicht auf dem gleichen Weg.

An dieser Stelle macht man sich die Eigenschaft der Duration als Risikomaß zu Nutzen. Die Duration misst wie sensibel der Preis einer Anleihe auf Veränderungen der des Zinsniveaus reagiert.

Hier ein Beispiel: Am Markt existiert eine Anleihe mit 5 Jahren Laufzeit und einem Kupon von 5%. Das aktuelle Zinsniveau ist ebenfalls bei 5%. Damit ist der Preis der Anleihe 100 EUR.

Würde sich das Zinsniveau genau um 1% nach unten verschieben, dann hätte die Anleihe einen Wert von 104,45 EUR. Die Anleihe hätte damit eine Wertveränderung von 4,45% erfahren.

Die Duration ist das Maß für die Wertveränderung der Anleihe bei einer Zinsverschiebung von 1%. Demnach hätte diese Anleihe eine Effektive-Duration von 4,45%

Parameter der Duration

Die Duration ist von 3 Parametern abhängig: Kupon, Zins und Laufzeit.

Der Zusammenhang ist wie folgt: Die Duration ist höher je ….

  1. niedriger der Kupon ist
  2. niedriger der Zins
  3. länger die Laufzeit

Wenn der Kupon (a) einer Anleihe sehr niedrig ist, so fließen über die Ziet nur geringe Cash Flows an den Investor zurück – es dauert länger bis der Investor die halbe Investition (Barwert) zurück hat.

Wenn der Zins (b) zum ab-diskontieren der Cash Flows gering ist, so steigt der ab-diskontierte Wert der letzten Zahlung deutlich an. Da die letzte Zahlung die Rückzahlung des Nominals ist, bekommt der Anleger später die hälfte seiner Investition (Barwert) zurück.

Wenn die (Gesamt)-Laufzeit (c) länger ist, ist auch die halbe Laufzeit länger.

Konvexität

An dieser Stelle ein Wort zur Konvexität. Die Konvexität beschreibt die Veränderung der Duration bei veränderten Zinsen.

Die Berechnung der Duration unterstellt immer sehr kleine Zinsbewegungen. Bei deutlicheren Zinsveränderungen ändert sich die Duration der Anleihe wie wir eben anhand (b) besprochen haben. Wie stark sich die Duration ändert hängt von der Konvexität der Anleihe ab. Damit ist die Konvexität ein weiteres Risikomaß im Anleihebereich.

Roll Down

Zu guter Letzt wollen wir noch über Roll Down sprechen.

Wie wir oben gelernt haben ist die Duration von der Laufzeit abhängig. Da die Duration ein Maß für das Risiko einer Anleihe ist verlangt der Markt mit zunehmender Laufzeit einen höheren Zins. Man spricht in diesem Fall von einer normalen Renditekurve.

Es könnte auch sein, dass der Markt das Risiko im kurzen und im langen Bereich gleich einschätzt, dann sprechen wir von einer flachen Renditekurve. Dies tritt v.a. bei Unternehmensanleihen auf. Bei Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfall der Anleihen kurzfristig sehr hoch. Der dadurch geforderte Renditeaufschlag (Spread) überlagert dann das Zinsrisiko.

In speziellen Fällen kann es (häufig nur kurzzeitig) zu einer inversen Zinsstrukturkurve kommen. Dann sind die Renditen im kurzen Bereich höher als im langen.

Unterstellen wir für unser Beispiel eine normale Kurve mit einer positiven Steilheit zwischen dem langen und dem kurzen Laufzeiten.

Nehmen wir wieder eine Anleihe mit einem Kupon von 5% und einer Laufzeit von 5 Jahren.

Die Zinsstrukturkurve soll wie folgt aussehen:

1J 2J 3J 4J 5J
1% 2% 3% 4% 5%

Damit wird die 5-jährige Anleihe zu einem Preis von 100 EUR am Markt gehandelt.

Würde der Investor diese Anleihe genau 1 Jahr halten und die Zinskurve würde sich nicht bewegen, dann würde sich der Preis der Anleihe auf 103,63 EUR erhöhen.

Bei diesem Preis erzielt der Investor einen Kursgewinn von 3,63 %  – einzig allein über das halten der Anleihe. Dieses Verhalten der Anleihepreise nennt man Roll Down. Die Anleihe „rollt“ die Renditekurve herunter und gewinnt dabei an Wert.

In Zeiten niedriger Zinsen ist das eine sehr schöne Zusatzrendite. Diese lässt sich allerdings nur realisisieren, wenn man die Anleihe auch nach einem Jahr wieder verkauft. Würde man die Anleihe bis zum Laufzeitende halten, dann würde man genau die 5% Rendite erhalten.

Je steiler die Zinsstrukturkurve und je geringer die Kupons und Zinsen, desto stärker tritt dieser Effekt zu Tage (also gerade jetzt).

 

Was gab es heute in unserer FondsFahrSchule zu lernen?

  1. Anleihen haben ein Zinsänderungsrisiko, welches durch die Duration und Konvexität ausgedrückt wird.
  2. Die Duration gibt an, wann der Investor seine halbe Investition (barwertig) wieder zurück bekommen hat.
  3. Einhöheres Zinsrisiko wird bei normaler (steilen) Zinsstrukturkurve auch höher entlohnt.
  4. In diesem Fall kann der Investor durch regelmäßiges Verkaufen von kürzeren anleihen und Neuinvestition in längere Anleihen einen zusätzlichen Rollgewinn erhalten.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance November

Die Performance im November war positiv. Die letzten Tage haben MAQS wieder ein Stück nach vorn gebracht. Die Volatilität an den Märkten bleibt hoch. Alle warten auf den großen Einbruch, aber der Aktienmarkt steigt immer weiter. Insbesondere der Amerikanische Markt (immerhin 50% des MSCI Welt) trotzt jeder schlechten Nachricht.

Aber auch die Währungsmärkte steleln sich turbulent da die beiden Positionen gleichen sich nahezu aus. Auf der Anleihen-Seite können trotz Unkenrufe positive Beiträge über den Monat generirt werden.

So auch bei den Rohstoffen: Obwohl das Gold etwas schächelt so wird die von den Industriemetallen und Oel komplett überkompensiert.

September: +0,53%, Seit Jahresanfang: -11,57%

Monatsupdate_201711

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf der EM Anleihen

Das neue MAQS-Portfolio hält im Dezember 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 111,57 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 23,99 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 48,46 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 96,96 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 225,38 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,91 800
Gesamt in EUR     89,41
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Wochenupdate 26. November

Wochenupdate 26. November

Diese Woche kann MAQS wieder etwas zulegen. MAQS beendet die Woche deutlich mit +1,53%.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 90,37. Das entspricht einer negativen Performance von -12,28% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine Signale

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 19. November

Wochenupdate 19. November

OK. Es braucht wohl etwas mehr Zeit um die Dinge wieder ins Lot zu bringen. MAQS erreicht neue Tiefs auf wöchentlicher Basis

MAQS beendet die Woche deutlich mit -1,72%.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 89,01. Das entspricht einer negativen Performance von -13,61% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • StopLoss im EuroStoxx50
  • Long WTI Crude Oil

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

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Wochenupdate 12. November

Wochenupdate 12. November

Diese Woche ging es wieder Richtung Süden für MAQSWas nach einem Uralubsausflug aussieht ist leider harte Realität. Das Portfolio pendelt im negativen Bereich hin und her.

MAQS beendet die Woche mit -0,77%.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 90,57. Das entspricht einer negativen Performance von -12,10% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 05. November

Wochenupdate 05. November

MAQS konnte in der abgelaufenen Woche wieder ein Stück zulegen. Am Ende sorgten alle Positionen für positive Vorzeichen. Einzig die EM-Anleihen Position gabe etwas nach.

MAQS gewinnt verliert +1,117% in dieser Woche.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 91,27. Das entspricht einer negativen Performance von -11,41% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

System Review und Verbesserung

Bei meinem wöchentlichen Review der generierten Signale im Preischart, kam mir die Idee einer Verbesserung des Systems.

Wie schon beim Pyramiding möchte ich diese Möglichkeit der Verbesserung des Systems im heutigen Blog-Beitrag evaluieren.

Um dies zu erreichen, möchte ich:

  1. Einen Vergleich auf der Zeitspanne von 2009-2017 machen (das aktuelle rollierende Zeitfenster) und
  2. auf die Anfänge von MAQS zurückblicken und den Test auf dem historischen Zeitraum von 2000-2008 machen. Über diesen Zeitraum sind die meisten Parameter bzw. Filter generiert (kalibriert) worden. Insofern ist die Analyse der Verbesserung über diese Zeitspanne eine kleine Zeitreise in die Anfänge von MAQS.

Wir beginnen wie immer das Feld von hinten aufzurollen:

1.  Der Verbesserungs-Idee

Ich trage die generierten Siganle jede Woche in meine Charts ein und tracke damit die Performance bzw. visualisiere ich diese. Ich ziehe immer ein Rechteck vom Beginn des Trades zum Close. Am Ende färbe ich die Rechtecke rot für einen Verlust und grün für einen Gewinn. Des Weiteren füge ich noch eine Zahl für R hinzu. Somit kann ich sehr schön sehen, wie sich das wöchentliche System im aktuellen Marktumfeld schlägt.

Dabei ist mir aufgefallen – erst jetzt – dass insbesonder die Trades gegen den Major Trend häufig Verlust-Trades waren. Da ich als Trendfolger im allgemeinen den Trends folgen möchte, ist das natürlich ein Unding.

Der Major Trend wird im wöchentlichen System als der längste gleitende Durchschnitt definiert. Steigt dieser, sind wir in einem Major-Up-Move, fällt dieser im Down-Move.

Meine Kaufsignale werden generiert, sobald der kürzeste gleitende Durschschnitt über dem längsten gleitenden Durchschnitt liegt. Für Verkaufssignale gilt genau das Gegenteil.

Bei dieser einfachen Art der Trend-Messung kann es jedoch vorkommen, dass der Major Trend noch fallend ist, aber der kurzfristige Trend bzw. der mitellfrsitige (spielt für das Entry-Signal keine Rolle) schon aufwärts gerichtet ist. Mit der Visualisierung der Signale zeigte sich jedoch, dass gerade diese Trades dann nicht die gleiche Qualität / Profitabilität besitzen, wie Signale mit dem Major-Trend.

Ein neuer Filter muss her!

Daraufhin habe ich mir meine Filter nochmal angesehen und einen ausgetauscht. Der Filter mit dem geringsten Impact – der Preis zeigt in Richtung des Trends – wurde deaktiviert. Anstelle dessen wurde ein simpler Vergleich des aktuellen langfristigen gleitenden Durchschnitts mit dem gleiche Wert der Vorwoche verglichen.

Lag der aktuelle Wert über dem der Vorwoche, steigt der Major-Trend, dann sind nur noch Long-Signale möglich. Liegt der aktuelle Wert unterhalb des Wertes der Vorwoche sind nur Short-Signale zulässig.

Gesagt getan:

Ran an den Code und die Veränderung auf der Testumgebung umgesetzt. Damit haben wir dann den direkten Vergleich mit der besthenden Modellierung.

2. Die Headline-Daten

Diese Veränderung wirkte ganz ordentlich. In der Tabelle sind die Daten für beide Zeiträume: Mit und ohne des neuen Filters aufgeführt.

2000 – 2008 2009 – 2017
Vorher Nachher Vorher Nachher
Ertrag 17,3% 17,8% 10,8% 11,8%
Regress. Ertrag 14,9% 14,9% 13,2% 14,3%
Risiko 16,1% 16,1% 12,9% 12,5%
Drawdown -17,3% -17,4% -13,1% -15,2%
Sharpe Ratio 1,08 1,10 0,83 0,95
MAR 1,00 1,03 0,82 0,78

Der Ertrag verbesserte sich deutlich für den aktuellen Zeitraum: 2009-2017 um ganze 100bp. Dies gilt nicht nur für den geometrischen Ertrag von Anfang bis Ende also Punkt zu Punkt, sondern auch für den Anstieg der Regressionsgeraden.

Regressions-Ertrag: Zur Systemevaluierung lohnt sich ein Blick auf den Regressionsertrag, da dieser deutlich weniger anfällig für zufällig günstige bzw. ungünstige Anfangs und Endzeitpunkte. Der Regressionsertrag ist der Mittlere Ertraf über den gesamten Zeitraum.

Im Zeitraum 2000-2008 führte der Filter nur zu geringen bis fast keinen Ertragssteigerungen. Auch die anderen Kennzahlen verbesserten sich nicht deutlich. Dies ist sicher ein Grund, warum in zu Beginn diesen Filter verworfen hatte – Ineffektivität. Wir kommen dazu gleich im nächsten Abschnitt, wenn wir noch einen Blick unter die Motorhaube werfen.

Auch die Sharpe-Ratio (Ertrag pro Risiko) verbessert um einiges. Der Ertrag steigt mit der neunen Methode und auch das Risiko geht etwas zurück. Kritischer zu sehen ist der höhere Drawdown von +3% zu sehen – die MAR (Ertrag pro Drawdown) leidet dadurch deutlich. Allerdings gab es in der Vergangenheit (im Zeitraum 2000 – 2008) schon höhere Drawdowns mit >17% und diese werden im neunen Zeitraum nicht erreicht.

Wie immer gilt im Allgemeinen ein höherer Ertrag geht of auch mit höheren Risiken einher.

3. Ein Blick unter die Motorhaube

Nach dem Blick auf die „Headline“-Daten, möchte ich noch einen Blick unter die Motorhaube werfen und weitere Kennzahlen evaluieren. Die Headline-Zahlen sind zwar prinzipiell schon ein gutes Set um auf den ersten Blick eine Einschätzung der Leistungsfähigkeit eines Systems zu erkennen. Für die Effektivität der gewählten Filter ist es jedoch m.E. besser noch weitere Analysen zu benutzen.

Als Erstes wollen wir uns die Wirkung der geänderten Filter auf die Anzahl der Trades anschauen:

2000 – 2008 2009 – 2017
Trades Vorher Nachher Vorher Nachher
Gesamt Anzahl 161 154 167 150
Ø R 0,48 0,51 0,30 0,36
Long Anzahl 84 86 71 68
Ø Laufzeit 20 19 25 24
Short Anzahl 77 68 96 82
Ø Laufzeit 11 11 8 8

Blicken wir auf die ersten beiden Zeilen der Tabelle, stellen wir fest, dass der gewünschte Effekt eintritt. Der Filter ist effektiv – er reduziert die Anzahl der Trades. In beiden zeiträumen geht die Anzahl zurück von 161 auf 154 und von 167 auf 150.

Weniger Trades sind prnzipiell besser, da dadurch entstehen weniger Trade-Fehler und Slippage und es müssen weniger Courtage/Kommission gezahlt werden.

Interessant ist, dass über beide Zeiträume eine ähnliche Größenordnung an Trades entstanden ist, obwohl die Märkte deutlich unterschiedlich reagierten und damit die Performance im zweiten Zeitraum ab 2009 auch unter der des ersten Zeitraums blieb.

Im Zweiten Zeitraum ist die Wirkung des Filters noch etwas deutlicher, da scheinbar öfters das eingangs beschriebene Setup: Signal gegen den Major-Trend auftrat.

Nicht zu vergessen, wurde ein Filter entfernt, der zusätzliche bzw. v.a. frühere Entries generiert.

Die durschnittliche Qualität der Trades wurde ebenfalls durch die neuen Filter verbessert. Im Alten Zeitraum nur gering von 0,48 auf 0,51, im neunen Zeitraum deutlich von 0,30 auf 0,36. Auch hier zeigen sich die Schwierigkeiten der Trendfolger in den letzten Jahren. Die durchschnittlichen R also der Ertrag pro Risikoeinheit war über den gesamten Zyklus hinweg deutlich tiefer als in ersten Zeitraum ab 2000.

Trennen wir die Trades in Long und Short Trades auf, so sehen wir v.a. weniger Short Trades. Das ist ökonomisch mit der Existenz von Risikoprämien zu bewerten. Es muss schon eine deutliche Gegenbewegung stattfinden, damit sich ein Trade auf der Shortseite lohnt.

Die durchschittliche Laufzeit der Trades wurde durch die neu eingestelltn Filter nicht sonderlich berührt.

Die zweite Tabelle schneidet die Trades etwas anders –  in Gewinner und Verlierer:

2000 – 2008 2009 – 2017
Trades Vorher Nachher Vorher Nachher
Gesamt Anzahl 161 154 167 150
Ø R 0,48 0,51 0,30 0,36
Gewinn Anzahl 77 78 65 63
Anzahl R>2 25 24 19 18
Ø R 1,58 1,50 1,62 1,64
Verlust Anzahl 84 76 102 87
Anzahl R<-1 11 7 13 13
Ø R -0,54 -0,50 -0,54 -0,56

Bei diesem Schnitt durch MAQS sehen wir die effektivität der Filter besonders: Es werden wesentlich weniger Fehltrades generiert, während die Anzahl der Gewinner nicht sonderlich betroffen ist. Einzig die Gewinner >2R fallen jeweils um 1.

Die Verlierer sinken deutlich. Insbesonders im aktuellen Zeitraum wirken die Filter. Die Abnzahl geht von 102 auf 87 zurück. Im ursprünglichen Zeitraum gehen die Verlierer ebenfalls stark zurück – von 84 auf 76. In diesem zeitraum fallen auch die Verluste mit R < -1 um deutliche 4 Stück (36%!).

Alles in allem sprechen die Zahlen für die neue Filtereinstellung.

Zum Abschluss noch ein Blick auf die langfristige Performance beider Varianten:

4. Das gesamte System im Langfristvergleich

MAQS_2000-2017_vorher_nachher

MAQS – Global Trend Following

Performance Oktober

Die Performance im Oktober war positiv.  Das Jahr bleibt zwar für Trendfolger weiter schwierig, aber das monatliche System ist rechtzeitig zum Aufschwung an den Börsen wieder zurück im Spiel. Nach anfänglichen hoch uhnd runter konnte der Aktienmarkt seinen Aufstieg fortsetzen – es follgten neue Hochs an den weltweiten Aktienbörsen.

Nach den Entscheidungen der Zentralbanker – allen vorran der EZB kamen auch die Anleihen wieder in ruhigeres Fahrwasser. Rohstoffe haben auch seit Monaten wieder Rückenwind.

MAQS entfernt sich diesen Monat ganz leicht vom Drawdown.

September: -1,36%, Seit Jahresanfang: -12,03%

Monatsupdate_201710.pngSignale des monatlichen Systems:

  • Kauf EM Aktien (+halbe Position)
  • Kauf EM Anleihen (+halbe Position)
  • zusätzlich leichtes Rebalancing w/ guter Performance der Aktien Welt

Das neue MAQS-Portfolio hält im November 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 111,57 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 23,99 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 48,46 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 96,96 40
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 225,38 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,91 800
Gesamt in EUR     89,41
*Schätzung

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Verkauf der Gold-Long-Position: Durch die Umstellung auf den neuen Filter entfällt diese Position. Konsequenter Weise wird diese auch gleich geschlossen.

 

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Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Wochenupdate 29. Oktober

Wochenupdate 29. Oktober

Der aktuelle Preis von MAQS ist nicht ganz korrekt. Der Rohstoff ETF LU0292106167 wird nicht korrekt im Portfolio angegeben. Der Schlusskurs war auf Xetra: EUR 18,25 im Portfolio wird der Fonds allerdings mit mit EUR 17,277 angezeigt. Bei 800 Stück  ist das ein Gegenwert von EUR 778,4. Das Portfolio wird aktuell mit EUR 90,27 bewertet, das entspricht einem Volumen von EUR 90.270 (1000 Anteile). Damit stellen die EUR 778,4 ca. 0,86% bzw. EUR 0,778 pro Anteil dar. Der Preis von MAQS sollte damit bei EUR 91,04 liegen.

Durch den falschen Preis des Rohstofffonds verliert MAQS verliert -0,47% in dieser Woche.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 90,27. Das entspricht einer negativen Performance von -12,39% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Long EuroStoxx50

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

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