Fonds-Fahr-Schule: Aktien

Fonds-Fahr-Schule: Aktien

Wilkommen zurück zur Fonds-Fahr-Schule.

In der heutigen Lektion wollen wir wieder einen Schritt weiter auf dem „Risiko-Rendite-Pfad“ nach rechts-oben rücken. Damit erhöhen wir das Risiko, aber auch die Rendite-Chancen unserer Anlagemöglichkeiten.

Risiko-Ertrag

Nach dem wir in den letzten Fonds-Fahr-Schulen uns nur mit den Schuldtiteln eines Unternehmens beschäftigt habe, kommen wir nun zum Eigenkapital bzw. den Aktien.

Aktien sind im Prinzip kleine Anteile an einem Unternehmen – um bei unserem Besipiel vom vorherigen mal zu bleiben – der BMW AG. Damit ist jeder Besitzer einer Aktie von BMW auch gleichzeitig ein Miteigentümer. Ihm gehört also ein Stück dieses Unternehmens. Damit hat der Miteigentümer bzw. der Aktionär auch alle Rechte und Pflichten eines Unternehmers.

Macht das Unternehmen einen Gewinn, so steht dem Aktionär entsprechend seines Anteils am gesamten Vermögen auch ein Teil des Gewinns zu. Ein Teil des Gewinns wird oft in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgezahlt. Macht das Unternehmen einen Verlust, so ist der Mitweigentümer auch an diesem beteiligt.

Ein Blick in den Geshäftsbericht verrät uns: BMW hat im Jahr 2016 (leider gibt es noch keine aktuellen Daten von 2017) einen Gewinn von EUR 10,45 pro Stammaktie erwirtschaftet und konnte dadurch eine Dividende von EUR 3,50 auszahlen. Der Rest des Gewinns verblieb im Unternehmen und erhöhte den Buchwert.

Kleiner Einschub: Es gibt bei einigen Aktiengesellschaften Stammaktien und Vorzugsaktien. Generell haben Stammaktien ein Stimmrecht – man kann also zur Hauptversammung gehen und dort über die Vorschläge des Vorstandes mit abstimmen. Bei Vorzugsaktien besitz man kein Stimmrecht, wird aber typischer Weise mit einer höheren Dividende dafür entschädigt.

Aktien – insbesondere von großen Unternehmen wie BMW – werden täglich an der Börse gehandelt. Damit wird täglich der Wert eines Unternehmens bestimmt.

Woher wissen wir aber wieviel das Eigenkapital von BMW wert ist?

Das ist natürlich die Frage aller Fragen!

Wir können uns der Lösung prinzipiell auf zwei Wegen nähern:

  1. Fundamentaler Wert –  der Blick von innen
  2. Das Ergebnis einer Auktion – der Blick von außen

1. Fangen wir mit dem fundamentalen Wert an.

Wie wir eben festgestellt, haben hat der Besitzter einer Aktie einen Anspruch auf einen Teil des Gewinns die Dividende.

Nehmen wir weiterhin an, wir könnten perfekt vorhersagen, wie sich die Dividendenzahlungen in der Zukunft entwickeln werden.

Gehen wir vom aktuellen Wert heute aus und erwarten, das die Zahlungen bis in alle Ewigkeit erhalten. Damit sieht unser Zahlungsstrom wie folgt aus:

Jahr Dividende EUR Abzinsungsrate Barwert der Dividende EUR
0 3,5 5% 3,50
1 3,5 5% 3,33
2 3,5 5% 3,17
3 3,5 5% 3,02
4 3,5 5% 2,88
5 3,5 5% 2,74
3,5 5%
3,5 5% 0,00

Wie bei der Anleihe wird der Barwert des Zahlungsstromes durch Abzinsung (Diskontierung) ermittelt. Da wir schlecht bis in alle Ewigkeit rechnen wollen , haben findige Mathematiker für diesen Fall eine relativ einfache Formel gefunden.Das kommt uns bekannt vor, nicht? Sieht aus wie bei unserer Anleihe. Einziger Unterschied ist die offene Laufzeit. Bei einer Anleihe ist der Kupon – also der erwartete Zahlungsstrom – bis zum Laufzeitende bekannt.

Dabei kommt den Mathematikern zugute, dass die Zahlungen weit in der Zukunft zu heutigen Barwerten relativ klein sind. Damit sind diese für den aktullen Barwert unbedeutend.

Unterstellt man noch ein stetiges Wachstum dieser Dividende, landed man beim Gordon Growth Modell, oder auch Dividendewachstumsmodell oder Dividendendiskontierungsmodell.

Die Formel ist dann ganz einfach:

(1) Wert der Aktie = Dividende / (Abzinsungsrate – Wachstumsrate)

Ist die Wachstumsrate wie im ersten Beispiel = 0 ergibt sich:

(2) Wert der Aktie = Dividende / Abzinsungsrate

Damit erkennen wir, dass wir 2 neue Variablen schätzen müssen, um auf einen fairen Wert für die Aktie zu kommen.

Die Abzinsungsrate kann man als Verzinsung des Eigenkapitals ausdrücken. Gewöhnlich nimmt man dafür eine lang laufende Anleihenrendite z.B. 30J Bundesanleihe. Diese rentiert bei ca. 1,3%. Hinzu kommt die Risikoprämie (z.B. 5%), dafür dass die zukünftigen Dividenden deutlich unsicherer als die Kupon Zahlungen bei einer Bundsanleihen sind.

Damit ist die Abzinsungsrate bei 6,8% und der Wert von BMW leigt bei: EUR 55,56.

BMW hat in den letzten Jahren den Ertrag immer weiter gesteigert. Die Wachstumsrate lag im Mittel bei ca. 7,5%. Es gab aber auch schwierigere Zeiten und damit auch negatives Wachstum.

Glauben wir daran, dass BMW trotzdem mit einer Wachstumsrate von ca. 4% wachsen kann, dann erreichen wir mit unserer Formel einen Wert für die Aktie von BMW von EUR 152,17.

Das ist eine relativ große Spannbreite für einen fairen Wert – gar nicht so einfach!

2. Kommen wir zu unserer zweiten Methode.

Die Aktie von BMW wird aktuell bei einem Preis von EUR 94,- an der Börse gehandelt. Der Preis ist das Ergebnis einer Auktion. Auf der einen Seite stehen die Verkäufer, die den aktuellen Kurs für hoch erachten und verkaufen wollen. Die anderen sehen im aktuellen Kurs noch Potential für Wertsteigerung und wollen kaufen. Der aktuelle Börsenkurs ist der Kurs zu dem das Angebot und die Nachfrage aufeinander treffen.

Wir können von diesem Wert aus rückwärts uns fragen, welche Annahmen hinter dieser Bewertung stecken.

Stellen wir unsere Formel um, damit wir den Abzinsungsfaktor ermitteln können:

(3)  Abzinsungsrate (Dividendenrendite) = Dividende / Wert der Aktie

Mit den uns bekannten Werten errechnet sich damit eine Abzinsungsrate (Dividendenrendite) ohne weiteres Gewinnwachstum bei BMW von 3,7% bzw. eine Risikoprämie von nur 2,4%.

Jetzt kann man diese Abzinsungsrate oder Dividendenrendite von BMW mit den Renditen der anderen Aktien z.B. des Deutschen Aktienindexes (DAX) vergleichen.

Dadurch kann man zwar nicht den absolut richtigen Wert der Aktie bestimmen, aber die relative Attraktivität von BMW gegenüber den anderen. Eine hohe Dividenderendite signalisiert dabei generell eine günstigere Bewertung als eine niedrige Rendite.

Außerdem kann man die Dividendenrendite mit der Vergangenheit von BMW vergleichen und dabei sehen, was die Marktteilnehmer in der Vergangenheit bereit waren für die Aktie von BMW zu bezahlen.

Die Dividendenrendite gilt neben dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als eine der wesentlichen Bewertungsparameter von Aktien am Kapitalmarkt.

Das KGV ist dabei nichts anderes als statt der Dividende pro Aktie den Gewinn pro Aktie zu verwenden. Das KGV wird auch als Multiplikator angegeben und nicht wie die Dividendenrendite als Zins.

Damit suchen Investoren generell Aktien mit möglichst geringen KGV, bzw. einer hohen Dividendenrendite.

Der Vollständigkeit halber wollen wir mit unserem Dividenden-Modell und der Annahme von 5% Risikoprämie bestimmen, welches Wachstum der Dividende von BMW die Investoren in den nächsten Jahren unterstellen, um den aktuellen Preis zu rechtfertigen.

Schnell in unsere Formel eingesetzt ergibt sich bei einem Preis von EUR 94 eine Wachstumsrate von 2,6% p.a. für die Zukunft.

Muss ich mir jetz Gedanken machen, welche Aktie für mein Depot das beste Investment ist?

Klare Antwort nein. Privatanleger müssen keine einzelnen Aktien kaufen – Geschäftsberichte durchforsten um die beiden oben beschriebenen Parameter abzuschätzen.

Dafür gibt es Profis, die nach der 1. genanten Methode versuchen den „inneren“ Wert einer Aktie zu bestimmen und diese dann kaufen, wenn der ermittelte Preis unterhalb des Marktpreises liegt. Fondsmanager sprechen dann von unterbewerteten Aktien. Aktien welche über dem „inneren“ Wert an der Börse gehandelt werden verkauft der Fondsmanager aus dem Depot.

Anhänger der 2. Methode – dem Blick von außen – würden darauf vertrauen, dass der an der Börse ermittlete Wert korrekt ist (der Markt hat immer recht – oder auch Theorie der effizienten Märkte).

Damit diskontiert der Markt mit dem richtigen Abzinsungsfaktor (der richtigen Risikoprämie) bzw. hat eine gute Vorstellung über den Wachstumspfad eines jeden Unternehmens. Zumindest vertraut der Anleger darauf, dass die Profis diese Parameter besser einschätzen können als er selbst.

Das dies nicht immer der Fall ist, sehen wir an den vielen Auf- und Ab an den Börsen.

Schaut man sich die Wertentwicklung über viele Jahre und verschiedene Börsenzyklen an, so erkennt man die deutlich bessere Performance von Aktien gegenüber dem Festgeld oder Anleihen.

Privatanleger sollten daher nicht auf den Mehrertrag (die Risikoprämie) aus Aktien gegenüber einem Festgeld verzichten. Auch im Fall von Aktien bieten sich Fonds zur bequemen Anlage an.

Was gab es heute in unserer Fonds-Fahr-Schule zu lernen?

  1. Aktien sind an Anteile von Unternehmen. Diese Anteile werden an einer Börse gehandelt.
  2. Für die Bewertung einer Aktie sind einige Parameter zu bestimmen. Der „richtige“ Wert hängt stark von den Annahmen über die Parameter ab.
  3. Da sich die Marktmeinung über die Wachstumsaussichten von Unternehmen bzw. die zukünftige Zinsentwicklung häufig ändert, schwanken die Preise von Aktien stärker als die von Anleihen.
  4. Der geduldige Privatanleger verdient langfrsitig eine Riskoprämie gegenüber dem Festgeld.
  5. Privatanleger können Aktien in Form von Aktienfonds kaufen.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Januar

Der Januar war ein guter Börsenmonat für MAQS. Nahezu auf allen Positionen konnte das Portfolio zulegen.

Wärend bei den ETF’s alle Positionen im Plus schlossen, konten zumindest im restlichen Portfolio bei Aktien und Öl gute Beiträge erzielt werden. Gold blieb etwas gemischt, die Währungen ebenfalls. Die Position JPY/USD verzeichnete deutliche Verluste, dafür gewann der EUR gegenüber dem USD. Auf der Rentenseite ein ähnliches Bild: Der Long im Bund Future verlor und die daruaf folgende Short Position im T-Note kompensierte die Verluste.

MAQS konnte sich ein wenig von den Tiefständen des letzten Jahres erholen und beendete den Monat im deutlichen Plus.

Januar: -3,04%, Seit Jahresanfang: -3,04%

Monatsupdate_201709

Signale des monatlichen Systems:

  • Kauf von EUR Staatsanleihen (+halbe Position)

Wie im letzten monatlichen Beitrag untersucht (und nachrichtlich erfasst) verzichten wir zukünftig auf den Handel der langen EUR Staatsanleihen und halten die Position dauerhaft.

Das neue MAQS-Portfolio hält im Februar 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 114,24 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 25,71 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 52,69 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 91,36 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 227,49 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 19,15 800
Gesamt in EUR     91,96
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Rückblick 2017, Ausblick 2018

Rückblick 2017, Ausblick 2018

Wie im letzten Jahr möchte ich am Anfang des neuen Jahres einen kleinen Rückblick auf die Ergebnisse des letzten Jahres geben. Den Ausblick für 2018 werden ich in den nächsten Tagen noch nachliefern, da ich zeitlich etwas knapp bin. (Anmerkung der Redaktion: Aktualisierung am 07.01.2017)

MAQS Jahres-Performance:

Im letzten Jahr gab es eine Menge Auf und Ab in der Performance von MAQS. Leider stand am Jahresende ein relativ dickes Minus von über 13% zu Buche.

Das war nicht schön und schon gar nicht schön darüber jede Woche zu schreiben. Verluste behält man besser für sich, oder?

Auf alle Fälle gehen viele Leute mit den Gewinnern dieses Jahr hausieren – eben ein netter Plausch auf den Parties zum Jahreswechsel. Es gab am Aktienmarkt auch eine Menge „Super Gewinner“.

  • Lufthansa: 150%
  • Commerzbank 72%
  • Uniper: 98%
  • Leoni: 84%
  • Boeing: 89%
  • Align Technology: 131%
  • Take-Two Interactive Software: 122%
  • usw.

Nicht zu  vergessen der märchenhafte Aufstieg des Bitcoin von ca. 1.000 USD auf 18.000 USD zum Jahreswechsel.

Wer ist da nicht gern dabeigewesen. Interessant sind m.E. vor allem die Storys, warum der oder diejenige gerade diesen Trade gemacht haben.

Ohne den Gewinn zu schmälern, war sicher auch eine Portion Glück im Spiel – Eben wie bei einer Lotterie.

Bisher habe ich übrigends noch niemanden mit Steinhoff International im Portfolio gefunden. Selbst mit so einem langweiligen Wert wie Fresenius, konnte man dieses Jahr einen Verlust von ca. 12% einfahren.

Letztes Jahr hatte ich an dieser Stelle noch einmal betont:

„Trades entstehen auf Basis von Analysen und Regeln!“

Daran habe ich mich das ganze Jahr gehalten. Alle Trades im MAQS-Portfolio wurden entweder vom wöchentlichen oder vom monatlichen System nach klaren reproduzierbaren Regeln generiert.

Das diese Methode nicht der „Heilige Gral“ ist und damit eben auch Verluste entstehen können, hatte ich schon im Ausblick 2017 gezeigt. Aber wir haben eben wie im Beitrag zu den Slot-Maschinen einen gewissen Vorsprung, der auf lange Sicht erfolgreich sein sollte.

Die „Prognose 2017“ sah wie folgt aus:

maqs-performance_erwartung_2017
Quelle: Daten Bloomberg, eigene Berechungen

Die Median Erwartung lag bei ca. 16% und das -99% Quantil (also der Wert der in 99% der Fälle nicht erreicht werden sollte) lag bei ca. -13%.

Damals hatte ich noch großzügig gerundet und kam auf einen Drawdown von -15%, aber auch ein mittleres Upside-Potential von ca. 15%.

Leider hat sich nur die negative Seite des Portfolios gezeigt. Wir haben die -13% bei MAQS im letzten Jahr gesehen – das hätte statistisch nicht vorkommen sollen.

Eine kleine Analyse zeigt aber relativ schnell, worauf die Simulation nicht achtete. Die Zahlen zur Simulation beinhalteten keinerlei Kosten.

Nach weiteren Analysen und Überlegungen werde ich die Kosten – vor allem die Finanzierungskosten des wöchentlichen Systems – zukünftig mit berücksichtigen.

In meinem neuen Ausblick (folgt), sind diese Kosten approximativ enthalten und nach einer Anpassung der Modellierung, werden diese möglichst genau in das System mit einfließen. Letztlich senkt es die Performance Erwartung um ca. 3% p.a. ab. Damit sind die erreichten -13% nicht mehr erst im 99% Quantil errreichbar, sondern leider schon eher. Simulation folgt!

#Nachlieferung Ausblick 2018

Häufig fängt man mit einer auf den ersten Blick einfachen Analyse an und stellt kurz dannach fest, dass Dinge die man noch vor Jahren als sinnvoll erachtete plötzlich in einem anderen Licht erscheinen.

Wie versprochen war das Ziel die DIY Renditen zu nutzen, um die Performance der Bond-Komponente in einem Zinssteigerungsszenario besser zu erfassen.

Dabei ist mir klar geworden, dass unser Algorithmus zur Selektion der Trades im monatlichen System mit den schnelle Preisbewegungen der langen Bonds seine Problem hat. Das Verhältniss von Aufwärtsbewegung (das System ist Long-Only) zur Volatilität ist für einen Trendfolger sehr ungünstig. Es kommt zu oft zu apprupten Preisbewegungen gegen den Trend und diese führen zu einem Positionswechsel. Kurz darauf wir der eigentliche Pfad wieder aufgenommen.

Damit ist die Trendfolgemethode auf den langen Bonds alles andere als optimal. Ich hatte diese hingenommen, da in verschiedenen Studien keine Nachteile auf anderen Bond-Märkten erkannt worden bzw. diese nachteile nur sehr gering waren. Wesentlich war jedoch für mich, eine Methode zu haben, die bei steigenden Zinsen mich aus dem Bond-Markt hält.

Nach den Untersuchungen der letzten Tage, bin ich zum Schluss gekommen, dass

  1. mein Trading-Algorithmus diese Aufgabe nicht leisten kann und
  2. ein steigender Zins nicht notwendiger Weise so negativ für die Performance der Bond-Komponente ist. Jedenfalls ist eine Buy-and-Hold Strategie unter Berücksichtigung von Handelskosten nicht schlechter als der Algorithmus.
  3. die wichtigste Aufgabe – große Drawdowns zu verhindern erreicht die MAQS-Systematik nur bedingt. Bei fallenden Zinsen reduziert sich der Drawdown nur marginal, bei steigenden schon etwas mehr, aber alles in allem zu wenig, um dafür die Rendite aufzugeben.

Lasst Zahlen sprechen:

10Y historisch 10Y inverse
Index
Rendite 4,33% 2,00%
Risiko 6,17% 6,25%
Drawdown -9,13% -14,87%
MAQS
Rendite 2,48% 0,72%
Risiko 5,13% 4,40%
Drawdown -8,38% -11,21%

Und Bilder:

10y-Rendite_normal
Performance 10-jähriger Bond (historicher Verlauf)
10y-Rendite_inverse
Performance 10-jähriger Bond (simulierter Zinsanstieg)

Damit sollten wir für die Bond-Komponente das Handelssystem aussetzten. Mit dem nächsten Monatstrade werde ich die halbe Position wieder zurückkaufen.

Jetzt wir die Zahlen zusammen haben, können diese in die Monte-Carlo Simulation aufgenommen werden.

Gesagt getan:

 

 

MC-Forecast_2018
eigene Berechnungen

Unter Berücksichtigung steigender Zinsen sollte MAQS in 2018 im Mittel um 9% zulegen. Dabei entsteht leider eine relativ hohe Streuung der möglichen Resultate. Im negativen Bereich erreichen wir mit ca. -17% einen deutlichen Drawdown – zum Glück nur in 1% der Fälle.

Im anderen 1% der Fälle ist auch eine deutlich positive Performance von > 43% möglich sein.

Lassen wir uns überraschen!

Willkommen in 2018

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Dezember

Die Performance im Dezember war negativ. Anfänglich lief es noch sehr gut und MAQS konnte etwas Boden gutmachen, doch zum Jahreswechsel setzte die Schaukelei wieder ein und ohne Trends keine positive Performance. Der einzige Markt der wirklich das gesamte Jahr in einem sehr starken Trend verlief war der S&P500. Leider reichte die Performance nicht, die Verluste wieder wettzumachen.

Dezember: -1,96%, 2017: -13,38%

Monatsupdate_201712

Die Signale des wöchentlichen Systems werde ich nicht mehr jede Woche schreiben. Diese lassen sich im Detail immer im MAQS-Portfolio ablesen. Ebenso ist dort ein Chartverlauf zu sehen.

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf einer halben Position der EUR Staatsanleihen

Das neue MAQS-Portfolio hält im Januar 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 112,17 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 25,13 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 51,10 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 95,62 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 226,56 50
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 18,75 800
Gesamt in EUR     89,23
*Schätzung

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Fonds-Fahr-Schule: Anleihen Experte

Fonds-Fahr-Schule: Anleihen Experte

In der heutigen Fonds-Fahr-Schule möchte ich das Thema Anleihen vom letzten mal noch etwas vertiefen.

Nachdem wir beim letzten mal auf die Basics der Anleihen geschaut haben, möchte ich das Thema noch ein wenig ausweiten – sozusagen einen Teil 2 für den tieferen Blick.

Ganz speziell soll es um die Risikomaße Duration und Konvexität sowie den Roll-Down-Effekt gehen.

In weiteren Blogs werden wir das Bild dann noch komplettieren und werfen einen Blick auf die Welt der Derivate. Diese sind in der Zinswelt besnders wichtig. Um die Derivate und deren Nutzen zu verstehen, ist im Vorfeld der Expertenblick auf die Anleihen notwendig.

Also wie immer First Things First:

Duration und Konvexität

Die Duration einer Anleihe ist ganz einfach ausgedrückt die mittlere Kapitalbindung die der Käufer der Anleihen eingeht.

Dass klingt etwas spröde und man fragt sich – wozu soll das gut sein?

Führen wir uns aber kurz das Prinzip an einem beispiel einer 5-jährigen Anleihe mit einem Kupon von 5% vor Augen.

Der Investor investiert zum Preis von 100 EUR (Mittelabfluss) und erhält 5 Jahre lang einen Zufluss von 5 EUR (Zins) und am Ende der Laufzeit das Nominal der Anleihe die 100 EUR wieder zurück.

0J 1J 2J 3J 4J 5J
-100 5 5 5 5 105

Die aktuelle Rendite einer 5-jährigen Anleihe sei 5%. Somit lassen sich die einzelnen Cash Flows mit diesem Zins abdiskontieren:

0J 1J 2J 3J 4J 5J
Cash Flows -100 5 5 5 5 105
Diskontfaktor 1,05 1,10 1,16 1,22 1,28
Barwert der CF 4,76 4,54 4,32 4,11 82,27
Kum. Barwert 4,76 9,30 13,62 17,73 100,00

Kumuliert man die ab-diskontierten (also abgezinsten Cash Flows) – Geldflüsse – der Zukunft auf, ist der Zeitpunkt, ab dem der halbe Barwert erreicht ist, ist die Duration in Jahren. In unserem Fall liegt dieser zwischen dem 4 Jahr und dem 5 Jahr bei ca. 4,4 Jahren.

Fondsmanager sprechen häufig von der Modified Duration – diese ist normiert und wird gewöhnlich in % angegeben. Die Effektive-Duration ist ein weiteres Konzept und der Modified Duration sehr nahe. Die Berechung erfolgt jedoch nicht auf dem gleichen Weg.

An dieser Stelle macht man sich die Eigenschaft der Duration als Risikomaß zu Nutzen. Die Duration misst wie sensibel der Preis einer Anleihe auf Veränderungen der des Zinsniveaus reagiert.

Hier ein Beispiel: Am Markt existiert eine Anleihe mit 5 Jahren Laufzeit und einem Kupon von 5%. Das aktuelle Zinsniveau ist ebenfalls bei 5%. Damit ist der Preis der Anleihe 100 EUR.

Würde sich das Zinsniveau genau um 1% nach unten verschieben, dann hätte die Anleihe einen Wert von 104,45 EUR. Die Anleihe hätte damit eine Wertveränderung von 4,45% erfahren.

Die Duration ist das Maß für die Wertveränderung der Anleihe bei einer Zinsverschiebung von 1%. Demnach hätte diese Anleihe eine Effektive-Duration von 4,45%

Parameter der Duration

Die Duration ist von 3 Parametern abhängig: Kupon, Zins und Laufzeit.

Der Zusammenhang ist wie folgt: Die Duration ist höher je ….

  1. niedriger der Kupon ist
  2. niedriger der Zins
  3. länger die Laufzeit

Wenn der Kupon (a) einer Anleihe sehr niedrig ist, so fließen über die Ziet nur geringe Cash Flows an den Investor zurück – es dauert länger bis der Investor die halbe Investition (Barwert) zurück hat.

Wenn der Zins (b) zum ab-diskontieren der Cash Flows gering ist, so steigt der ab-diskontierte Wert der letzten Zahlung deutlich an. Da die letzte Zahlung die Rückzahlung des Nominals ist, bekommt der Anleger später die hälfte seiner Investition (Barwert) zurück.

Wenn die (Gesamt)-Laufzeit (c) länger ist, ist auch die halbe Laufzeit länger.

Konvexität

An dieser Stelle ein Wort zur Konvexität. Die Konvexität beschreibt die Veränderung der Duration bei veränderten Zinsen.

Die Berechnung der Duration unterstellt immer sehr kleine Zinsbewegungen. Bei deutlicheren Zinsveränderungen ändert sich die Duration der Anleihe wie wir eben anhand (b) besprochen haben. Wie stark sich die Duration ändert hängt von der Konvexität der Anleihe ab. Damit ist die Konvexität ein weiteres Risikomaß im Anleihebereich.

Roll Down

Zu guter Letzt wollen wir noch über Roll Down sprechen.

Wie wir oben gelernt haben ist die Duration von der Laufzeit abhängig. Da die Duration ein Maß für das Risiko einer Anleihe ist verlangt der Markt mit zunehmender Laufzeit einen höheren Zins. Man spricht in diesem Fall von einer normalen Renditekurve.

Es könnte auch sein, dass der Markt das Risiko im kurzen und im langen Bereich gleich einschätzt, dann sprechen wir von einer flachen Renditekurve. Dies tritt v.a. bei Unternehmensanleihen auf. Bei Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfall der Anleihen kurzfristig sehr hoch. Der dadurch geforderte Renditeaufschlag (Spread) überlagert dann das Zinsrisiko.

In speziellen Fällen kann es (häufig nur kurzzeitig) zu einer inversen Zinsstrukturkurve kommen. Dann sind die Renditen im kurzen Bereich höher als im langen.

Unterstellen wir für unser Beispiel eine normale Kurve mit einer positiven Steilheit zwischen dem langen und dem kurzen Laufzeiten.

Nehmen wir wieder eine Anleihe mit einem Kupon von 5% und einer Laufzeit von 5 Jahren.

Die Zinsstrukturkurve soll wie folgt aussehen:

1J 2J 3J 4J 5J
1% 2% 3% 4% 5%

Damit wird die 5-jährige Anleihe zu einem Preis von 100 EUR am Markt gehandelt.

Würde der Investor diese Anleihe genau 1 Jahr halten und die Zinskurve würde sich nicht bewegen, dann würde sich der Preis der Anleihe auf 103,63 EUR erhöhen.

Bei diesem Preis erzielt der Investor einen Kursgewinn von 3,63 %  – einzig allein über das halten der Anleihe. Dieses Verhalten der Anleihepreise nennt man Roll Down. Die Anleihe „rollt“ die Renditekurve herunter und gewinnt dabei an Wert.

In Zeiten niedriger Zinsen ist das eine sehr schöne Zusatzrendite. Diese lässt sich allerdings nur realisisieren, wenn man die Anleihe auch nach einem Jahr wieder verkauft. Würde man die Anleihe bis zum Laufzeitende halten, dann würde man genau die 5% Rendite erhalten.

Je steiler die Zinsstrukturkurve und je geringer die Kupons und Zinsen, desto stärker tritt dieser Effekt zu Tage (also gerade jetzt).

 

Was gab es heute in unserer FondsFahrSchule zu lernen?

  1. Anleihen haben ein Zinsänderungsrisiko, welches durch die Duration und Konvexität ausgedrückt wird.
  2. Die Duration gibt an, wann der Investor seine halbe Investition (barwertig) wieder zurück bekommen hat.
  3. Einhöheres Zinsrisiko wird bei normaler (steilen) Zinsstrukturkurve auch höher entlohnt.
  4. In diesem Fall kann der Investor durch regelmäßiges Verkaufen von kürzeren anleihen und Neuinvestition in längere Anleihen einen zusätzlichen Rollgewinn erhalten.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance November

Die Performance im November war positiv. Die letzten Tage haben MAQS wieder ein Stück nach vorn gebracht. Die Volatilität an den Märkten bleibt hoch. Alle warten auf den großen Einbruch, aber der Aktienmarkt steigt immer weiter. Insbesondere der Amerikanische Markt (immerhin 50% des MSCI Welt) trotzt jeder schlechten Nachricht.

Aber auch die Währungsmärkte steleln sich turbulent da die beiden Positionen gleichen sich nahezu aus. Auf der Anleihen-Seite können trotz Unkenrufe positive Beiträge über den Monat generirt werden.

So auch bei den Rohstoffen: Obwohl das Gold etwas schächelt so wird die von den Industriemetallen und Oel komplett überkompensiert.

September: +0,53%, Seit Jahresanfang: -11,57%

Monatsupdate_201711

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf der EM Anleihen

Das neue MAQS-Portfolio hält im Dezember 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 111,57 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 23,99 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 48,46 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 96,96 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 225,38 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,91 800
Gesamt in EUR     89,41
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

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Fonds-Fahr-Schule: Anleihen

Fonds-Fahr-Schule: Anleihen

Vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle meine Fonds-Fahr-Schule eröffnet und die erste Lektion drehte sich um das Sparbuch. In dem genannten Blog-Beitrag, hatte ich auch ein Rendite-Risiko Diagramm gezeigt.

Risiko-Ertrag

Heute soll es einen Schritt riskanter und auch ertragreicher werden. Wir behandeln den nächsten Punkt auf der Liste: Anleihen.

Wie schon in der Fonds-Fahr-Schule gesagt, ist das Sparbuch ein Kredit, den ich der Bank gebe. Mit meiner Einlage bei einem Kreditinstitut erhält die Bank Liquidität und ich bekomme (wenn auch wenig) Zinsen.

Damit sind wir schon bei der Anleihe.

Eine Anleihe ist ebenfalls ein Kredit. Dieser wird dem Emittenten der Anleihe gegeben. Im einfachsten Fall ist es eine Anleihe z.B. eines Unternehmens wie BMW.

Mit dem Kauf einer Anleihe geben wir BMW einen Kredit (Liquidität) und wir erhalten dafür einen Zins. Der Unterschied zum Kredit liegt darin, dass wir diesen Kredit in Form einer Urkunde handeln können. Wir können die Urkunde kaufen bzw. verkaufen. Die Urkunde wird gewöhnlich bei Banken bzw. an einer Börse gehandelt und hat täglich einen Preis.

Kaufen wir die Anleihe bei der Emission und halten sie bis zur Fälligkeit, dann ist der Preis zwischendurch nicht wichtig – wir kaufen zum Preis von EUR 100 und bekommen am Ende der Laufzeit EUR 100 wieder zurück. In der Zwischenzeit erhalten wir die versprochenen Zinsen – ganz wie bei unserem Sparbuch bzw. unserem Festgeld bei der Bank.

Das wichtigste ist zunächst einmal die Frage, wie sicher diese Anleihe ist.

Hatten wir beim Sparbuch noch darauf verwiesen, dass der Einlagensicherungsfonds bis EUR 100.000 bereitsteht jedem Sparer bei einer Bankenpleite zu unterstützen, so gibt es bei Anleihen keinen solchen (externen Schutz) für den privaten Anleger.

Institutionelle Anleger können sich über Credit Default Swaps (CDS) absichern, aber das führt an dieser Stelle zu weit und ist auch für die Anleihe selbst egal. Der CDS ist im Prinzip eine Versicherung die einspringt, falls das Unternehmen insolvent wird.

Zurück zur Frage der Bonität.

Vor dem Kauf sollte der Anleger die Bonität des Emittenten prüfen bzw. prüfen lassen. Eine erste Orientierung geben die 3 großen Rating Agenturen:  Moody’s, Standard & Poors und Fitch. Es gibt noch einige weitere, wie der Tabelle unten zu entnehmen ist. Diese spielen aber international bei der Bewertung von Anleihen nur eine untergeordnete Rolle.

Diese Ratingagenturen vergeben regelmäßig Noten in Form von Buchstaben für Anleihen bzw. Emittenten. Die Rating-Noten sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

ratingagenturen_ratingklassen

Den grünen Bereich nennen wir Investment-Grade Bereich – also alles von AAA – BBB-. Der orangefarbenen und roten Teil ist der Bereich der Hochzinsanleihen (High Yield).

In der letzten Fonds-Fahr-Schule hatten wir gelernt:

Rendite ist nicht alles – Sicherheit geht vor!

Dies gilt natürlich auch für Anleihen. Anleihen mit hohem Kupon (das ist der Zinssatz der Anleihe) bzw. mit hoher aktueller Rendite (das ist der Zinssatz unter Berücksichtigung des Erwerbskurses – dazu gleich später) haben in der Regel auch eine deutlich schlechtere Qualität und damit ein hohes Risiko nicht mehr, später oder nur zum Teil zurückgezahlt zu werden.

Anleihen lassen sich neben der Bonität auch in Unterkategorien einteilen. Unser obiges Beispiel der BMW Anleihe würde zu den Unternehmensanleihen gezählt und zwar zum Investmentgrade Bereich. Daneben gibt es Unternehmensanleihen im Hochzinsbereich (Non-Investment Grade, oder High Yield).

Neben den Unternehmensanleihen existieren Staatsanleihen. Diese werden meist in Entwickelte Länder und Entwicklungsländer (Emerging Markets) unterteilt. Dabei ist generell davon auszugehen, dass Anleihen entwickelter Länder eine bessere Rating-Note haben als Anleihen aus den Emerging Markets.

Das dies nicht immer zutrifft, hat das Beispiel Griechenland deutlich gezeigt. Normalerweise befinden sich die großen Industriestaaten im Investment Bereich – Deutschland bekommt regelmäßig sogar die Bestnote AAA. Emerging Markets haben zum überwiegenden Teil Ratings im unteren Investmentbereich bzw. oft auch im Non-Investment Bereich.

Natürlich gibt es neben den Nationalstaaten auch Bundesländer, Regionen und Kommunen, die Anleihen begeben. Außerdem emittieren auch Institutionen wie die Europäische Investitionsbank (EIB) bzw. andere staatsnahe Institutionen wie die KfW in Deutschland. Hier gilt generell das gleiche wie über die Nationalsaaten gesagte.

Um es noch etwas komplizierter zu machen, haben Anleihen in der Kapitalstruktur der Unternehmen einen unterschiedlichen Rang. Dieser Rang bestimmt, welche Kupons zuerst gezahlt werden bzw. welche Anleihen im Falle von Schwierigkeiten des Unternehmens ggf. ausfallen. Hier wird unterschieden in erstklassige Anleihen und Nachränge. Das Konzept ist vergleichbar einem Grundbucheintrag eines Häuslebauers.

Die Bank die ganz oben in der Liste steht, wird zuerst aus der Insolvenzmasse (Haus) bedient alle dahinterstehenden werden dann in der weiteren Folge bedient.

Das Leben wäre zu einfach, wenn es nicht auch Ausnahmen geben würde. Die Ausnahme bilden die sogenannten Pfandbriefe.

Pfandbriefe werden in Deutschland von Pfandbriefbanken emittiert. Der Gläubiger – also wir die Käufer – muss sich jedoch nicht (in erster Linie) Gedanken über die Bonität der jeweiligen Emittentin machen.

Vielmehr sind die verpfändeten Rechte bzw. Werte im Pfandbriefpool  interessant. Sind dies Hypotheken, so sprechen wir von einem Hypothekenpfandbrief. Sind es wiederum Anleihen oder Kredite von öffentlichen Institutionen, Staaten, Länder etc. , dann ist es ein Öffentlicher Pfandbrief.

Üblicherweise besitzen diese Pfandbriefe ein gutes bis sehr gutes Rating (AAA – AA). Dies liegt daran, dass Pfandbriefe in Deutschland stark reguliert sind. Jede Transaktion von  Werten bzw. Anlagen im Pool  wird von einem Trustee (also einem unabhängig bestellten Verwalter – Notare / Anwälte etc.) begutachtet. Die Ratingagenturen verlangen höchste Sicherheit für Pfandbriefe. Sollten Mängel an der Qualität der gelieferten Werte bestehen, so muss die Bank zusätzliche Liquidität bereitstellen.

Dem Pfandbrief verwandt sind ABS – Asset Backed Securities. Auch diese Anleihen sind durch verschiedene Werte wie z.B. Hauskredite besichert. Im Unterschied zum Pfandbrief sind die emittierten Anleihen einem bestimmten Rang zugeordnet. Das ist wichtig bei der Frage der Zahlung der Zinsen – je höher der Rang desto eher besteht die Wahrscheinlichkeit für den Erhalt einer Zinszahlung. Gleichzeitig werden Verluste – also wenn z.B. die Hauskredite nicht so wertvoll sind wie gedacht – von unten nach oben verteilt. Dementsprechend sind die untersten Tranchen der ABS am gefährdetsten. Sie besitzen ein hohes Risiko, das die Zinszahlungen nicht reichen und an erster Stelle Verlust zu absorbieren. Deshalb haben diese Anleihen auch eine schlechtere Rating Note als die Erstrangigen.

Der Preis ist doch wichtig!

Hatten wir im ersten Schritt den Preis der Anleihe nicht beachtet, so wollen wir jetzt kurz den Zusammenhang zwischen Preis, Kupon und Rendite aufzeigen.

  1. Kaufen wir eine Anleihe bei EUR 100 mit einem Kupon von EUR 4 pro Jahr und halten diese für 10 Jahre, dann haben wir am Ende (so unsere Anleihe nicht ausfällt) bei einer Rückzahlung der EUR 100 eine Rendite von 4% p.a. erhalten.
  2. Kaufen wir die gleiche Anleihe für EUR 110 und halten diese wieder für 10 Jahre, dann haben wir nur eine Rendite von 2,84% p.a. erhalten. Zur besseren Vorstellung kann man sagen, haben wir die 4% aus dem Kupon erhalten und einen Verlust über die 10 Jahre von EUR 10 gemacht.
  3. Kaufen wir die gleiche Anleihe für EUR 90 und halten diese wieder für 10 Jahre, dann haben wir sogar eine Rendite von 5,31% erhalten. Auch hier gab es wieder eine Rendite aus dem Kupon von 4% und zusätzlich eine Wertsteigerung von EUR 10 in den 10 Jahren.
Jahr Zahlung 1. Beispiel 2. Beispiel 3. Beispiel
0 Kaufpreis -100 -110 -90
1 Kupon 4 4 4
2 Kupon 4 4 4
3 Kupon 4 4 4
4 Kupon 4 4 4
5 Kupon 4 4 4
6 Kupon 4 4 4
7 Kupon 4 4 4
8 Kupon 4 4 4
9 Kupon 4 4 4
10 Rückzahlung
+ Kupon
104 104 104
Rendite 4,00% 2,84% 5,31%

 

 

Muss ich mir das alles antun?

Klare Antwort nein. Es bleibt weiterhin die Möglichkeit ein Festgeld bei seiner Bank zu machen und darauf hoffen, dass die Zentralbanken der Welt bald die Zinsen erhöhen, damit auch vom Zinsertrag mehr als ein Eis für die Kinder im Jahr abfällt.

Meines Erachtens sollten Privatanleger keine einzelnen Anleihen kaufen. Neben den schon vielen genannten Parametern ist es zusätzlich für Privatanleger schwer zu einem guten Preis an Anleihen zu gelangen. Abgesehen von Staatsanleihen sehr guter Bonität (Deutschland, Frankreich, USA, Großbritanien etc.) sind Anleihen deutlich liquider als Aktien und selbst für Profis manchmal nicht einfach zu handeln.

Privatanleger sollten aber nicht auf den Mehrertrag aus Anleihen gegenüber einem Festgeld verzichten. Dazu können Sie Anleihen in Form von Fonds erwerben. Mit aktiven und passiven Fonds (ETF’s) stehen dem Anleger nahezu alle oben aufgeführten Varianten zu Verfügung. Es gibt Fonds für Staatsanleihen mit guter Bonität, Staatsanleihen von Emerging Markets,  Unternehmensanleihen mit guter Qualität und schlechter (High Yield), sogar spezielle Märkte wie Pfandbriefe und ABS werden abgedeckt.

Was gab es heute in unserer FondsFahrSchule zu lernen?

  1. Anleihen können von der Rendite attraktiver sein als das Sparbuch oder das Festgeld.
  2. Anleihen sind deutlich komplizierter als ein Festgeld. Viele Parameter Bonität, Rangfolge, Besicherungspool und nicht zuletzt das Zusammenspiel von Rendite und Preis sowie die Liquidität machen die richtige Auswahl für den Privatanleger schwierig.
  3. Anleihen kann man zum Glück in Form von Fonds kaufen. Es gibt für alle hier vorgestellten Anleihearten und verschiedene Bonitäten aktiv gemanagte Fonds und zunehmend auch ETF’s.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance September

Die Performance im September war negativ.  Das Jahr bleibt für Trendfolger schwierig. Die Anleger an den Kapitalmärkten sind hin und her gerissen mit der Angst vor einer Überhitzung des Aktienmarktes und der Zinswende an den Rentenmärkten. Alle Augen sind wieder einmal auf die Fed bzw. EZB gerichtet. Dabei wächst die Wirtschaft global ganz ordentlich. Aber bei diesem Hin und Her kann kein Trendfolger erfolgreich arbeiten.

MAQS rutscht diesen Monat noch tiefer in den Drawdown. Anfänglich sah es so aus als würde zum Ende des 3. Quartals der Turn Araound geschafft, dann aber drehten die Märkte erneut und MAQS beendet den Monat im Minus.

September: -4,11%, Seit Jahresanfang: -13,22%

Monatsupdate_201709

Signale des monatlichen Systems:

  • Kauf DAX (+halbe Position)
  • Kauf der EM Aktien (+halbe Position)
  • Kauf von Rohstoffe (+halbe Position)

Das neue MAQS-Portfolio hält im Oktober 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 111,57 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 23,99 150
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 48,46 340
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 96,96 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 225,38 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,91 800
Gesamt in EUR     89,41
*Schätzung

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

 

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Meinung, Heuristik, Regel

Meinung, Heuristik, Regel

Über die Art wie wir als Individuen entscheiden, habe ich schon in einigen Blog-Beiträgen geschrieben. Dietrich Dörner zeigte die Schwierigkeit von Regelprozessen, ohne Feedback und Gerd Giegerenzer zeigte das Heuristiken an der richtigen Stelle angewandt zu guten bzw. besseren und vor allem schnelleren Entscheidungen führen.

Ein weiterer bekannter Vertreter der Entscheidungslehre ist sicher Daniel Kahneman. Er zeigt in seinem Buch „Thinking, Fast and Slow“ ebenfalls die Problem der Entscheidungsfindung auf.

Ein paar interessante Beispiele von Ihm:

Beim israelischen Militär wurde Kahneman beauftragt die Auswahl von Rekruten für Kampfeinsätze zu verbessern. Bisher wurden diese von relativ jungen Frauen, ohne eigene Kampferfahrung durchgeführt. Das ist auf den ersten Blick nicht weiter relevant, da die Ärzte, die Rekruten bei der Musterung untersuchen, nicht notwendigerweise erfahrene Generäle sein müssen, um die Tauglichkeit der Rekruten beurteilen zu können.

Kahneman wurde beauftragt den Prozess zu hinterfragen und ggf. auch zu verbessern. Er etablierte ein Scoring-Verfahren. Dabei wurden die Gruppe der Rekruter angewiesen nur einzelne Eigenschaften in den Interviews zu bewerten und Punkte dafür zu geben.

Das finale Ergebnis wurde dann über einen einfachen von Kahneman entwickelten Algorithmus ermittelt. Dies gefiel den bisherigen Rekrutern nicht sonderlich, da sie nur noch als einfache Scorer „benutzt“ werden und nicht mehr die Entscheidung selbst nach individueller Evaluierung fällen.

Es zeigte sich jedoch, dass der daraus entstehende Auswahlprozess um Längen besser als der nur auf individuellen Meinungen basierende war. Der Auswahlprozess wurde auch noch Jahre später in der israelischen Armee beibehalten.

In einem weiteren Beispiel wird die Apgar-Score als Beitrag zur Verringerung der Sterblichkeit von Neugeborenen aufgeführt.

Die Sterblichkeit von Neugeborenen war jahrelang sehr hoch. Oft lag dies an Komplikationen in den ersten Lebensminuten. Diese wurden nicht eindeutig und damit rechtzeitig erkannt, sodass die notwendige Hilfe ausblieb und das Neugeborene schwere Schäden bekam bzw. starb. Die Anästhesistin Virginia Apgar entwickelte 1952 fünf Indikatoren, die mit einem einfachen Algorithmus verbunden zu einer deutlichen Verbesserung beitrugen. Damit hatten die Hebammen eine bessere und vergleichbare Basis für die Entscheidung weiter Maßnahmen einzuleiten. Der simple Algorithmus basierte auf einem arithmetischen Durchschnitt der Punkte der einzelnen Indikatoren von 0, 1 oder 2. Lag das Neugeborene bei einer Punktzahl von 9 – 10 Punkten war alles in Ordnung, anderenfalls wurden Maßnahmen ergriffen. Der Test ist sicher nicht perfekt, ist aber einfach anwendbar und deshalb bis heute in Benutzung (Apgar-Test).

Als letztes Beispiel eine kleine Anekdote aus dem Leben:

Wer kennt Sie nicht – diese Spiele: welcher Charakter einer Serie bist Du?

Wenn man so einen Test beginnt, hat man allerlei Vorstellungen, wer man gern sein möchte. Natürlich bietet sich als Wunsch immer der Held der Serie, bzw. dessen Geliebte an. Auch der Bösewicht ist eine attraktive Option – die Overconfidence ist nicht zu bremsen. Der Wunsch ist Vater des Gedanken und man sucht nur noch nach Bestätigung seiner eigenen Thesen – nicht nach Falsifikation à la Karl Popper.

Geht man jedoch die einzelnen Fragen Schritt für Schritt durch und vergibt in einem geordneten Prozess die Punkte bzw. entscheidet sich für eine der Optionen, ist man am Ende sicher überrascht wen man „neutral“ betrachtet entspricht.

Das ist auch nicht verwunderlich, denn der gesamte Prozess ist nicht leicht zu durchschauen und hinreichend komplex – somit können ein paar Profiling-Fragen Ordnung schaffen und letztlich ein ganz gutes Ergebnis finden. Auch wenn man nicht der Held oder Bösewicht der Serie ist, kann man mit dem Ergebnis leben, denn so weit weg vom eigenen Charakter ist das Ergebnis erstaunlicher Weise nicht. (bzw. wirkt nach dem Ergebnis der Endowment Effekt und man gewöhnt sich an die gezeigte Auswahl).

Das komplizierte Regeln nicht immer zum Ziel führen, hatte ich schon in mehreren Beiträgen über Gerd Giegerenzer beigetragen. Das klassische Beispiel für mich ist immer der Hund der den Frisbee fängt. Dieser kann natürlich keine komplizierten Berechnungen anstellen, um die Flugbahn zu ermitteln, ist aber dennoch in der Lage den Frisbee zu fangen.

Der Hund nutzt dafür einfache Regeln – bzw. genauer Heuristiken oder Daumenregeln. Diese Daumenregeln sind oft schneller bzw. ausreichend genau um eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit zu besitzen.

Unterscheidet man in Risiko und Unsicherheit, dann ist klar, dass Risiko immer genau bestimmbar ist und Unsicherheit mit einer Heuristik hinreichend genau bestimmt werden kann. Risiko hingegen begegnet man mit Regeln und Mathematik.

Wie lässt sich dies nun auf die Welt der Finanzen übertragen?

Schon lange vor der Finanzkrise beschäftigte sich James Montier mit der Behavioural Finance. Im Jahr 2005 veröffentlichte er ein Sammel-Paper: „The Seven Sins of Fundmanagement“.

Darin wurden einige der Sünden aufgeführt, die bei der Finanzanlage hinderlich sein könnten. Einige dieser passen sehr gut zum heutigen Thema.

  1. Der Glaube der Verlauf der Zukunft lässt sich vorhersagen.
  2. Die Meinung, dass viele Informationen für eine Entscheidung besser sind.
  3. Die Überzeugung, dass die Suche nach Bestätigung der vorgefassten Meinung die Eintrittswahrscheinlichkeit verbessert.

Zum ersten Punkt gibt es ein gutes Sprichwort:

“Those who have knowledge don’t predict. Those who predict don’t have knowledge” (Lao Tzu)

Die Vorhersagekraft von Analysten und Experten wurde schon oft analysiert. Das Problem lässt sich auf ein paar Problemfelder zurückführen.

Die generell positive Grundeinstellung lässt führt immer wieder zu zu optimistischen Prognosen. So werden Projekte generell zu Vorteilhaft eingeschätzt, bzw. werden die Kosten dieser Projekte deutlich unterschätzt. Dietrich Dörner hat dazu einige Beispiele gebracht, aber warum in die Ferne schweifen, wenn wir hier in Deutschland einen unfertigen Flughafen in Berlin und nun endlich nach vielen Problemen und Verzögerungen fertigen Elbphilharmonie in Hamburg haben.

Die Selbstüberschätzung der Entscheider zeigt sich in vielen Tests, wobei die Probanden zu einem sehr hohen Prozentsatz (>>50%) angaben, überdurchschnittlich gut Autofahren zu können bzw. besonders gute Liebhaber zu sein.

Den zweiten Punkt kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Zu meiner Zeit als Fondsmanager hatte ich sehr detaillierte Erkenntnisse über die Branchen welche ich analysierte. Ich kannte die verschiedenen Produktionsverfahren und Firmenteile, Produkte Management etc. Die Frage blieb jedoch, was dieses Wissen eigentlich bringen sollte. Letztlich entscheidet der Markt, ob die Produkte erfolgreich sind oder nicht. Das lässt sich an wenigen Finanzzahlen hinreichend genau ablesen – ganz so wie Graham & Dodd in ihrem Standardwerk „Security Analysis“ beschrieben.

Der letzte Punkt der Suche nach Bestätigung ist dann besonders fatal. Bei der Analyse der Unternehmen werden keine kritischen Fragen mehr gestellt, sondern die eigene vorgefasst Meinung wird bei einem Unternehmensbesuch nur noch bestätigt.

Natürlich möchte jeder am liebsten Recht haben. An der Börse hilft das allerdings wenig und kann sehr teuer werden. Denn auch das haben Kahneman und Tversky bewiesen. Drohen Verluste werden wir zum Spieler und setzen Haus und Hof. Gewinne schneidern wir in der Regel zu früh ab.

Im Trendfolge-Portfolio MAQS gehen wir vielen dieser Problem aus dem Weg. Wir kennen nicht die Zukunft und wollen diese auch nicht vorhersagen. Was wir allerdings aus der Forschung seit Jegadeesh und Titman wissen, ist das Bestehen des Momentum Effekts durch langsame Anpassungsprozesse der Kapitalmarkt-Teilnehmer.

Diesen Faktor nutzt MAQS aus, indem es den Trends folgt und darauf setzt, dass diese hinreichend lange halten. Das versuche wir sehr systematisch und regelgebunden. Wir kennen zwar nicht die optimale Portfolio-Allokation, kommen aber mit einer einfachen Risk-Parity Strategie gut zurecht. Dieser wurde ebenfalls schon akademisch nachgewiesen, dass sie eine effiziente Portfolio-Allokation darstellt.

Das Wesentliche ist jedoch die disziplinierte systematische Umsetzung. Die zu erwartende Risikoprämie ist nicht gleichmäßig verteilt. Es entstehen mitunter längere Phasen der negativen Performance. Nur wenn Positionen diszipliniert geöffnet und geschlossen werden, kann die Risikoprämie „Momentum“ über lange Zeiträume „geerntet“ werden.

MAQS – Global Trend Following

Performance Juli

Der Juli brachte keine Besserung der aktuellen Talfahrt. Im Gegenteil MAQS rutscht immer tiefer in den Drawdown. Die wenigen Lichtblicke EUR/USD können den Verfall nicht aufhalten. Zu viele Fehlsignale machen die Performance stark negativ. Positiv schneidet das Teilportfolio der ETF’s ab. Leider ist dies auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Performance Juli: -4,18%, Seit Jahresanfang: -10,49%

Monatsupdate_201707

Signale des monatlichen Systems:

  • Keine

Das neue MAQS-Portfolio hält im August 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 105,45 30
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 23,61 160
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 47,50 340
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 96,21 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 224,47 50
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,65 420
Gesamt in EUR     92,10
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Rückblick Ivy Portfolio

Rückblick Ivy Portfolio

In früheren Beiträgen (monatliches System, Gewinner & Verlierer, Baustein Nr. 2, Fundamental-Analyse, Education of a Trader) habe  ich des öfteren über das Ivy Portfolio berichtet bzw. dieses als Startpunkt meiner Überlegungen zum Aufbau meines monatlichen Systems aufgeführt.

Nochmal kurz zum Hintergrund: Mebane Faber hat im Jahr 2007 zusammen mit einem Kollegen von Cambria Asset Management ein Research Paper herausgebracht: „A Quantitative Approach to Tactical Asset Allocation“.

Darin wird eine Methode beschrieben, wie mit einem einfachen fachen Trendfolge -Verfahren eine dynamische Asset Allokation betrieben werden kann. Der Erfolg des Papers führte letztlich zu einem Buch. Das Ivy Portfolio, welches zeigt, wie die großen Stiftungen der US-Universitäten Yale, Harvard und ca. ihr Vermögen anlegen bzw. diversifizieren.

Daran anschließend wurde der dynamische Asset Allokationsprozess über ein Trendfolge Ansatz vorgestellt.

Die Assets bzw. Strategien die zur Anwendung kamen waren:

  1. Vanguard Total Bond Market 4-5 Jahre
  2. PowerShares DB Commodity
  3. S&P GSCI Commodity-Index Trust
  4. SPDR DJ International Real Estate
  5. Vanguard MSCI US REIT
  6. iShares Barclays TIPS Bond
  7. Vanguard Emerging Market Stock
  8. Vanguard fTSE All-World ex-US
  9. Vanguard Small Cap
  10. Vanguard MSCI Total US Stock Market

Alle diese 10 Fonds sind ETF’s und aus Sicht eines US Investors ausgesucht.

Der Trendfolgeansatz bestand aus einigen sehr simplen Regeln.

  • Kaufe, wenn der Preis des ETF’s (bzw. des Index) über dem Durchschnitt der letzten 10 Monate liegt.
  • Verkaufe, wenn der Preis unter diesen Durchschnitt sinkt und halte das Geld auf dem Geldmarkt-Konto.

Warum genau die 10 Monate gewählt wurden lag einfach an der Aussage des von Meb erstellten Backtest. Es wurden auch andere Zeiträume untersucht, um die Robustheit des Systems zu testen. So waren alle Zeiträume zwischen 6 Monaten und einem Jahr interessant. Da die Backtests für die 10 Monate am erfolgreichsten waren, wurden diese benutzt.

Wer meinen Blog verfolgt, erkennt die sehr große Ähnlichkeiten zwischen meinem monatlichen System und dem Ivy Portfolio von Meb Faber – zumindest inhaltlich.

Wie eingangs erwähnt wurde mein monatliches System von den Überlegungen des Ivy Portfolios inspiriert. Natürlich ist die Zusammenstellung meiner ETF’s bzw. Strategien aus Sicht eines EUR Investors bzw. ich würde sogar den Rahmen noch enger fassen – aus meiner Sicht.

In die Auswahl an ETF’s habe ich meine Erfahrung und die Ergebnisse meiner eigenen Tests einfließen lassen. Außerdem wurde neben den sehr einfachen Basis Regeln noch die ein oder andere Erkenntnis aus dem wöchentlichen System übernommen.

Das führte aus meiner Sicht (für meine Strategien und meinen untersuchten Zeitraum – Achtung Bias) zu besseren = stabileren Ergebnissen.

Meine Auswahl an Strategien ist etwas kleiner und verzichtet weitestgehend auf REITS, da diese in Europa nicht besonders etabliert sind. Sonst werden alle Strategien Aktien, Anleihen und Rohstoffe abgedeckt.

  1. iShares DAX EX Index
  2. iShares Emerging Market Aktien
  3. iShares MSCI Welt EUR hedged
  4. iShares JPM Emerging Market Bonds
  5. iShares Barclays Staatsanleihen 15-30 Jahre
  6. DB OY Balanced Commodity

Im heutigen Beitrag möchte ich erstens die beiden Systeme nebeneinander vorstellen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Natürlich über allem steht die Frage, wie haben sich die Systeme im realen Leben entwickelt.

Das wollen wir für die kurze Zeit – also ca. 2,5 Jahre-Live Track Record untersuchen. Dabei soll nicht so sehr der Frage nachgegangen werden, welches der Systeme mehr Ertrag bzw. Risiko-adjustierten Ertrag die Systeme gemacht haben, sondern es soll untersucht werden, ob sich die Erwartungen hinsichtlich der Performance und Risiko aus den jeweiligen Backtests erfüllt haben.

Zuerst ein Blick auf die Charts der Jahre 2008 – Anfang 2015, wie sie sich für den Backtest ergaben:

Die Performance beider Systeme kann sich schon mal sehen lassen. Beides mal konnte gegenüber der Buy-and-Hold Anlage eine Outperformance generiert werden. Das ist insofern kein wirklicher Glücksfall, sondern auch Basis der Überlegung. Hätte dieser ersten Test schon keine positiven Ergebnisse erbracht, würden wir nicht über einen Live-Track Record sprechen.

Für einen genauen Blick schauen wir auf die üblichen Parameter: Ertrag, Risiko und Drawdown.:

Ertrag p.a. Risiko Drawdown
Ivy Buy-and-Hold 1,7% 17,4% -48,7%
Ivy Portfolio 2,5% 8,1% -14,3%
MAQS Buy-and-Hold 3,4% 10,6% -31,7%
MAQS Portfolio 4,9% 4,9% -6,7%

Besonders an dieser Stelle wieder der Hinweis, dass der größte Vorteil der Trendfolge-Strategie darin liegt, den Investor vor tiefen Drawdowns zu bewahren. Diese Strategie soll den Investor davor schützen zum falschen Zeitpunkt die Reißleine zu ziehen.

Beide Systeme können diese Vorgabe sehr gut meistern. Auch die Schwankungsbreite in Form der Volatilität konnte jeweils halbiert werden.

Die von mir gewählte Risk Parity -Struktur kommt bei MAQS ebenfalls qua design etwas stärker zum tragen. In den USA (also auch im Ivy-Portfolio) werden typischer Weise Vergleiche zu einer Allokation von 60% Aktien und 40% Renten gemacht. Somit kommen dort Risk-Parity Überlegungen nicht vollständig im Portfolio an.

Performance Live und in Farbe

Werfen wir einen Blick auf die Live-Performance beider Portfolien seit 2015:

In Zahlen wird das Bild noch deutlicher:

Ertrag p.a. Risiko Drawdown
Ivy Buy-and-Hold 0,6% 8,5% -15,9%
Ivy Portfolio 1,3% 3,3% -4,6%
MAQS Buy-and-Hold 2,3% 7,3% -12,6%
MAQS Portfolio 2,3% 4,6% -7,3%

Soweit so gut!

Der Backtest konnte zwar nicht exakt die gleichen Zahlen liefern und insbesondere der Drawdown im MAQS Portfolio war in der Live-Periode noch etwas schärfer als ursprünglich auf historischer Basis ermittelt.

Das erinnert uns auf jeden Fall daran, dass der Backtest eben nur einen Teil einer Simulation darstellt und die gesamten Werte immer mit etwas Abstand betrachtet werden müssen.

Was der Vergleich der Live-Performance mit dem Backtest allerdings ebenfalls zeigt ist, dass die Struktur stimmt. Mit Struktur meine ich, dass die Werte in der gleichen Größenordnung aufgetreten sind und diese auch in ähnlicher Relation also z.B. Ertrag pro Risiko bzw. Drawdown stehen.

Das ist im Großen und Ganzen worauf es ankommt.

Verwenden wir die historischen Monatsrenditen mit dem ebenfalls hier im Blog gezeigte Monte-Carlo-Simulation, dann erhalten wir weitere mögliche Backtestwerte. Bei einer ausreichend großen Anzahl an Simulationen, sollte der Live-Track-Record enthalten sein.

Eine Grafik sagt mehr als 1000 Worte – und vier Charts … :

Ivy Buy-and-Hold_Performance_mcIvy Portfolio_Performance_mcMAQS Buy-and-Hold_Performance_mcMAQS Portfolio_Performance_mc

Manchmal helfen auch die konkreten Zahlen:

Ertrag p.a. Risiko Drawdown
Ivy Buy-and-Hold 0,6% 16,2% -59,1%
Ivy Portfolio 2,4% 7,7% -29,5%
MAQS Buy-and-Hold 2,9% 9,6% -35,3%
MAQS Portfolio 3,6% 4,5% -13,0%

Alles in allem sehr zufriedenstellend. Die Simulation zeigt nochmal etwas tiefere Drawdowns. Auf diese können wir uns einstellen und entsprechend damit umgehen (durchhalten).

Wichtig ist auch hier wieder, dass die Struktur stimmt und der bisherige Track-Record keinen Ausreißer darstellt.

Alles im grünen Bereich.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Juni

Die Performance im Juni war anfänglich sehr positiv. Mit den letzten Kommentaren von Mario Draghi änderte der Markt seine Struktur. Plötzlich waren Inflationstendenzen zu erkennen. Daraufhin verlor der Bund-Future heftig und auch die Aktien gaben noch etwas weiter nach. Der Markt sprach vom „Taper Tandrum“, ähnlich der Bewegung nach den Kommentaren von Fed Chef Bernanke 2013.

Für Trendfolger sind solche abrupten Änderung immer sehr schwer. Die im Juni bis dato aufgebaute Performance brach komplett zusammen und der Monat schloss im Minus.

Das Öl war trotz der Aufwärtsbewegung der letzten Tage die einzige Position im Plus.

Performance Juni: -2,02%, Seit Jahresanfang: -6,59%

 

Wochenupdate_KW25

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Verkauf der Long-Position Bund Future
  • Kauf einer Long-Position EUR/USD

Signale des monatlichen Systems:

  • Keine

Das neue MAQS-Portfolio hält im Juli 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 107,34 70
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 23,66 320
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 46,86 340
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 98,96 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 223,71 50
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,10 0
Gesamt in EUR     96,24
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Fonds-Fahr-Schule: Sparbuch

Fonds-Fahr-Schule: Sparbuch

Vor einigen Monaten hatte ich die Idee einige meiner Erfahrungen bei der Kapitalanlage unter einer neuen Kategorie: Fonds-Fahr-Schule zu publizieren. Bisher hatte ich dafür eine eigene Web-Site, um eine stärkere Trennung zwischen den Trendfolge Themen und den etwas allgemeineren der Fonds-Fahr-Schule deutlich zu machen.

Da ich es zeitlich nicht schaffe – nicht einmal alle paar Monate – etwas auf der 2. Web-Site zu publizieren, möchte ich die Fonds-Fahr-Schule als eigene Kategorie innerhalb des trend-er-folge Blogs führen. Damit kann ich in den Monatsblogs genau diese Themen abarbeiten.

Die Fonds-Fahr-Schule

Was ist überhaupt die Fonds-Fahrschule?

Nun für die meisten ist Geldanlage zum Großteil eine Einmal-Anlage oder ein Sparplan in Investmentfonds. Sollte dies noch nicht so sein, dann seid Ihr hier genau richtig.

Bevor wir uns um die Anlage in Fonds kümmern sollen ein paar erste „Gehversuche“ unternommen werden.

Viele Bürger in Deutschland haben ein Sparbuch, um Geld welches nicht zum täglichen Leben benötigt wird auf einem Konto zu sammeln.

Das ist schon mal gut und der richtige Ansatz.

Mit dem regelmäßigen bzw. auch unregelmäßigem Sparen auf ein getrenntes Konto hat man schon einige wichtige Schritte hinter sich.

  1. Ich besitze ein Gefühl dafür, wie viel Geld ich im Monat übrig habe bzw. kenne meine Ausgaben und Einnahmen.
  2. Ich habe erkannt, dass es sinnvoll ist für größere Wünsche oder auch für die Rente einen gewissen Betrag zurückzulegen.
  3. Wenn ich regelmäßig spare zeige ich Disziplin und bin in der Lage meine Konsumneigung zu kontrollieren.

Leider sind die Zinserträge auf dem Sparbuch in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen bzw. fangen einige Banken an negative Zinsen zu fordern. Um s nochmal deutlich zu machen der Sparer zahlt der Bank Geld dafür, dass diese auf sein Geld aufpasst bzw. er darauf für eine bestimmt Zeit verzichtet.

Dies führt entweder dazu, dass die zukünftige Investition oder der Konsum kleiner ausfallen oder später realisiert werden können.

Die Tabelle macht das Problem nochmal deutlich. Wie lange muss ich mein aktuelles Sparvermögen (Einmal-Einzahlung) zu einem bestimmten Zinssatz anlegen, damit ich am Ende der Laufzeit den doppelten Wert erreicht habe.

Zinssatz Anfangswert Jahre Wert
% EUR EUR
10,00% 10.000 7,3 20.000
5,00% 10.000 14,2 20.000
3,00% 10.000 23,4 20.000
2,00% 10.000 35,0 20.000
1,00% 10.000 69,7 20.000
0,50% 10.000 139,0 20.000
0,10% 10.000 693,5 20.000

Insbesondere die letzten beiden Werte machen jeden Traum zunichte.

Betrachten wir das Ganze nochmal als Sparplan mit regelmäßigen monatlichen Raten i.H.v. EUR 100 in der folgenden Tabelle. Das Ziel soll wieder eine Summe von EUR 20.000 sein.

Zinssatz Monatliche Sparrate Jahre Wert
% EUR EUR
10,00% 100 9,8 20.000
5,00% 100 12,1 20.000
3,00% 100 13,5 20.000
2,00% 100 14,4 20.000
1,00% 100 15,4 20.000
0,50% 100 16,0 20.000
0,10% 100 16,5 20.000

Alternativ könnte auch mehr gespart werden – aber woher nehmen?

Die nächste Tabelle zeigt wie der monatlich zu investierende Betrag steigen muss um den Zinsnachteil auszugleichen und das Ziel von EUR 20.000 weiterhin zu erreichen.

Zinssatz Monatliche Sparrate Jahre Wert
% EUR EUR
10,00% 100 9,8 20.000
5,00% 131 9,8 20.000
3,00% 146 9,8 20.000
2,00% 153 9,8 20.000
1,00% 161 9,8 20.000
0,50% 165 9,8 20.000
0,10% 168 9,8 20.000

Rendite ist nicht alles – Sicherheit geht vor!

Generell gilt, dass ein Mehr an Rendite immer mit einem Mehr an Risiko einhergeht. Dies muss nicht immer besonders offensichtlich sein. Manchmal liegen die Risiken tiefer versteckt und sind viel größer als gedacht.

Risiko-Ertrag

Die oben stehende Grafik soll diesen Zusammenhang deutlich machen. Die Kurve ist gekrümmt, da das Risiko als Standardabweichung gemessen wird und diese die Wurzel der Varianz ist (an dieser Stelle möchte ich keine weiteren Formeln einfügen, um die Hauptinformation nicht zu verwässern).

Der oben gezeigte Zusammenhang gilt eigentlich für alle Asset Klassen oder Strategien, aber wie immer gibt es einige Ausnahmen. Von der Finanzindustrie werden diese Ausnahmen als Anomalien bezeichnet, da in der Theorie (normativ) seit Markowitz, Sharpe und co. keine Ausnahmen aufgrund der effizienten Märkte nicht vorkommen dürfen.

Zurück zu unserem Sparbuch

Das Sparbuch gilt als sicher. Juristisch gesehen ist ein Sparbuch ein unbesicherter Kredit, welchen der Sparer der Bank gewährt. Solche Kredite kommen bei Insolvenz der Bank in Schwierigkeiten und können bei der Restrukturierung bzw. der Abwicklung der Bank herangezogen werden.

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt heute Gelder  bis EUR 100.000,- was für die meisten ausreichend sein sollte. In Deutschland gibt es zusätzlich noch den Einlagensicherungsfonds. Bei dessen Mitgliedsbanken sind die Spareinlagen zusätzlich bis aktuell 20% des haftenden Eigenkapitals der Banken geschützt.

Die Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken haben einen Institutsschutz, welcher umfangreicher die gesamte Bank und nicht nur die Einlagen schützt – also auch Zertifikate und andere Inhaberschuldverschreibungen.

Außerdem hat der Gesetzgeber die Position der Sparer in den letzten Jahren gegenüber anderen Anteilseignern und Gläubigern gestärkt. In den kommenden Jahren werden noch mehr Kapitalpuffer zur Verfügung stehen, um die Einlagen vor strauchelnden Banken zu schützen.

Die verbleibende Unsicherheit des Sparbuches ist in der Darstellung oben nicht zu sehen, da der Kapitalmarkt Risiko sehr oft ausschließlich mit der Standardabweichung misst. Das verbleibende Ausfallrisiko bleibt außen vor.

Heutiger LERNERFOLG:

  1. Sparen auf ein Sparbuch ist ein guter Anfang. Sparen ist besser als nicht sparen.
  2. Das Sparbuch ist relativ sicher – bis EUR 100.000 sind von der Einlagensicherung geschützt.
  3. Das Sparbuch bringt ggf. nicht genügend Rendite für die Sparziele in einer angemessenen Zeit zu erreichen, bzw. fordert hohe Beiträge regelmäßigen Sparens.

MAQS – Global Trend Following

Performance Mai

Die Performance im Mai war leicht positiv. Der Mai ist normaler Weise etwas schwierig für Trendfolger, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine kleine Statisik dazu mache ich in einem späteren Beitrag.

Das Portfolio verlor zur Mitte des Monats zuerst an Wert, konnte dann aber in den letzten Tagen des Monats wieder aufholen und beendetet den Monat leicht im Plus.

Wieder einmal war das Öl eine sehr volatile Komponente – die im Zuge der Hoffnung auf Förderkürzungen deutlich gestiegen ist, um dann wieder in den Trend nach unten einzutreten.

April: +0,65%, Seit Jahresanfang: -5,05%

Monatsupdate_201705

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf der EM Anleihen
  • Kauf von EUR Staatsanleihen (halbe Position)

Das neue MAQS-Portfolio hält im Juni 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 108,78 70
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 24,03 320
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 46,31 340
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 104,08 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 225,39 50
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,52 0
Gesamt in EUR     97,82
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following