Fonds-Fahr-Schule: Aktien

Fonds-Fahr-Schule: Aktien

Wilkommen zurück zur Fonds-Fahr-Schule.

In der heutigen Lektion wollen wir wieder einen Schritt weiter auf dem „Risiko-Rendite-Pfad“ nach rechts-oben rücken. Damit erhöhen wir das Risiko, aber auch die Rendite-Chancen unserer Anlagemöglichkeiten.

Risiko-Ertrag

Nach dem wir in den letzten Fonds-Fahr-Schulen uns nur mit den Schuldtiteln eines Unternehmens beschäftigt habe, kommen wir nun zum Eigenkapital bzw. den Aktien.

Aktien sind im Prinzip kleine Anteile an einem Unternehmen – um bei unserem Besipiel vom vorherigen mal zu bleiben – der BMW AG. Damit ist jeder Besitzer einer Aktie von BMW auch gleichzeitig ein Miteigentümer. Ihm gehört also ein Stück dieses Unternehmens. Damit hat der Miteigentümer bzw. der Aktionär auch alle Rechte und Pflichten eines Unternehmers.

Macht das Unternehmen einen Gewinn, so steht dem Aktionär entsprechend seines Anteils am gesamten Vermögen auch ein Teil des Gewinns zu. Ein Teil des Gewinns wird oft in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgezahlt. Macht das Unternehmen einen Verlust, so ist der Mitweigentümer auch an diesem beteiligt.

Ein Blick in den Geshäftsbericht verrät uns: BMW hat im Jahr 2016 (leider gibt es noch keine aktuellen Daten von 2017) einen Gewinn von EUR 10,45 pro Stammaktie erwirtschaftet und konnte dadurch eine Dividende von EUR 3,50 auszahlen. Der Rest des Gewinns verblieb im Unternehmen und erhöhte den Buchwert.

Kleiner Einschub: Es gibt bei einigen Aktiengesellschaften Stammaktien und Vorzugsaktien. Generell haben Stammaktien ein Stimmrecht – man kann also zur Hauptversammung gehen und dort über die Vorschläge des Vorstandes mit abstimmen. Bei Vorzugsaktien besitz man kein Stimmrecht, wird aber typischer Weise mit einer höheren Dividende dafür entschädigt.

Aktien – insbesondere von großen Unternehmen wie BMW – werden täglich an der Börse gehandelt. Damit wird täglich der Wert eines Unternehmens bestimmt.

Woher wissen wir aber wieviel das Eigenkapital von BMW wert ist?

Das ist natürlich die Frage aller Fragen!

Wir können uns der Lösung prinzipiell auf zwei Wegen nähern:

  1. Fundamentaler Wert –  der Blick von innen
  2. Das Ergebnis einer Auktion – der Blick von außen

1. Fangen wir mit dem fundamentalen Wert an.

Wie wir eben festgestellt, haben hat der Besitzter einer Aktie einen Anspruch auf einen Teil des Gewinns die Dividende.

Nehmen wir weiterhin an, wir könnten perfekt vorhersagen, wie sich die Dividendenzahlungen in der Zukunft entwickeln werden.

Gehen wir vom aktuellen Wert heute aus und erwarten, das die Zahlungen bis in alle Ewigkeit erhalten. Damit sieht unser Zahlungsstrom wie folgt aus:

Jahr Dividende EUR Abzinsungsrate Barwert der Dividende EUR
0 3,5 5% 3,50
1 3,5 5% 3,33
2 3,5 5% 3,17
3 3,5 5% 3,02
4 3,5 5% 2,88
5 3,5 5% 2,74
3,5 5%
3,5 5% 0,00

Wie bei der Anleihe wird der Barwert des Zahlungsstromes durch Abzinsung (Diskontierung) ermittelt. Da wir schlecht bis in alle Ewigkeit rechnen wollen , haben findige Mathematiker für diesen Fall eine relativ einfache Formel gefunden.Das kommt uns bekannt vor, nicht? Sieht aus wie bei unserer Anleihe. Einziger Unterschied ist die offene Laufzeit. Bei einer Anleihe ist der Kupon – also der erwartete Zahlungsstrom – bis zum Laufzeitende bekannt.

Dabei kommt den Mathematikern zugute, dass die Zahlungen weit in der Zukunft zu heutigen Barwerten relativ klein sind. Damit sind diese für den aktullen Barwert unbedeutend.

Unterstellt man noch ein stetiges Wachstum dieser Dividende, landed man beim Gordon Growth Modell, oder auch Dividendewachstumsmodell oder Dividendendiskontierungsmodell.

Die Formel ist dann ganz einfach:

(1) Wert der Aktie = Dividende / (Abzinsungsrate – Wachstumsrate)

Ist die Wachstumsrate wie im ersten Beispiel = 0 ergibt sich:

(2) Wert der Aktie = Dividende / Abzinsungsrate

Damit erkennen wir, dass wir 2 neue Variablen schätzen müssen, um auf einen fairen Wert für die Aktie zu kommen.

Die Abzinsungsrate kann man als Verzinsung des Eigenkapitals ausdrücken. Gewöhnlich nimmt man dafür eine lang laufende Anleihenrendite z.B. 30J Bundesanleihe. Diese rentiert bei ca. 1,3%. Hinzu kommt die Risikoprämie (z.B. 5%), dafür dass die zukünftigen Dividenden deutlich unsicherer als die Kupon Zahlungen bei einer Bundsanleihen sind.

Damit ist die Abzinsungsrate bei 6,8% und der Wert von BMW leigt bei: EUR 55,56.

BMW hat in den letzten Jahren den Ertrag immer weiter gesteigert. Die Wachstumsrate lag im Mittel bei ca. 7,5%. Es gab aber auch schwierigere Zeiten und damit auch negatives Wachstum.

Glauben wir daran, dass BMW trotzdem mit einer Wachstumsrate von ca. 4% wachsen kann, dann erreichen wir mit unserer Formel einen Wert für die Aktie von BMW von EUR 152,17.

Das ist eine relativ große Spannbreite für einen fairen Wert – gar nicht so einfach!

2. Kommen wir zu unserer zweiten Methode.

Die Aktie von BMW wird aktuell bei einem Preis von EUR 94,- an der Börse gehandelt. Der Preis ist das Ergebnis einer Auktion. Auf der einen Seite stehen die Verkäufer, die den aktuellen Kurs für hoch erachten und verkaufen wollen. Die anderen sehen im aktuellen Kurs noch Potential für Wertsteigerung und wollen kaufen. Der aktuelle Börsenkurs ist der Kurs zu dem das Angebot und die Nachfrage aufeinander treffen.

Wir können von diesem Wert aus rückwärts uns fragen, welche Annahmen hinter dieser Bewertung stecken.

Stellen wir unsere Formel um, damit wir den Abzinsungsfaktor ermitteln können:

(3)  Abzinsungsrate (Dividendenrendite) = Dividende / Wert der Aktie

Mit den uns bekannten Werten errechnet sich damit eine Abzinsungsrate (Dividendenrendite) ohne weiteres Gewinnwachstum bei BMW von 3,7% bzw. eine Risikoprämie von nur 2,4%.

Jetzt kann man diese Abzinsungsrate oder Dividendenrendite von BMW mit den Renditen der anderen Aktien z.B. des Deutschen Aktienindexes (DAX) vergleichen.

Dadurch kann man zwar nicht den absolut richtigen Wert der Aktie bestimmen, aber die relative Attraktivität von BMW gegenüber den anderen. Eine hohe Dividenderendite signalisiert dabei generell eine günstigere Bewertung als eine niedrige Rendite.

Außerdem kann man die Dividendenrendite mit der Vergangenheit von BMW vergleichen und dabei sehen, was die Marktteilnehmer in der Vergangenheit bereit waren für die Aktie von BMW zu bezahlen.

Die Dividendenrendite gilt neben dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als eine der wesentlichen Bewertungsparameter von Aktien am Kapitalmarkt.

Das KGV ist dabei nichts anderes als statt der Dividende pro Aktie den Gewinn pro Aktie zu verwenden. Das KGV wird auch als Multiplikator angegeben und nicht wie die Dividendenrendite als Zins.

Damit suchen Investoren generell Aktien mit möglichst geringen KGV, bzw. einer hohen Dividendenrendite.

Der Vollständigkeit halber wollen wir mit unserem Dividenden-Modell und der Annahme von 5% Risikoprämie bestimmen, welches Wachstum der Dividende von BMW die Investoren in den nächsten Jahren unterstellen, um den aktuellen Preis zu rechtfertigen.

Schnell in unsere Formel eingesetzt ergibt sich bei einem Preis von EUR 94 eine Wachstumsrate von 2,6% p.a. für die Zukunft.

Muss ich mir jetz Gedanken machen, welche Aktie für mein Depot das beste Investment ist?

Klare Antwort nein. Privatanleger müssen keine einzelnen Aktien kaufen – Geschäftsberichte durchforsten um die beiden oben beschriebenen Parameter abzuschätzen.

Dafür gibt es Profis, die nach der 1. genanten Methode versuchen den „inneren“ Wert einer Aktie zu bestimmen und diese dann kaufen, wenn der ermittelte Preis unterhalb des Marktpreises liegt. Fondsmanager sprechen dann von unterbewerteten Aktien. Aktien welche über dem „inneren“ Wert an der Börse gehandelt werden verkauft der Fondsmanager aus dem Depot.

Anhänger der 2. Methode – dem Blick von außen – würden darauf vertrauen, dass der an der Börse ermittlete Wert korrekt ist (der Markt hat immer recht – oder auch Theorie der effizienten Märkte).

Damit diskontiert der Markt mit dem richtigen Abzinsungsfaktor (der richtigen Risikoprämie) bzw. hat eine gute Vorstellung über den Wachstumspfad eines jeden Unternehmens. Zumindest vertraut der Anleger darauf, dass die Profis diese Parameter besser einschätzen können als er selbst.

Das dies nicht immer der Fall ist, sehen wir an den vielen Auf- und Ab an den Börsen.

Schaut man sich die Wertentwicklung über viele Jahre und verschiedene Börsenzyklen an, so erkennt man die deutlich bessere Performance von Aktien gegenüber dem Festgeld oder Anleihen.

Privatanleger sollten daher nicht auf den Mehrertrag (die Risikoprämie) aus Aktien gegenüber einem Festgeld verzichten. Auch im Fall von Aktien bieten sich Fonds zur bequemen Anlage an.

Was gab es heute in unserer Fonds-Fahr-Schule zu lernen?

  1. Aktien sind an Anteile von Unternehmen. Diese Anteile werden an einer Börse gehandelt.
  2. Für die Bewertung einer Aktie sind einige Parameter zu bestimmen. Der „richtige“ Wert hängt stark von den Annahmen über die Parameter ab.
  3. Da sich die Marktmeinung über die Wachstumsaussichten von Unternehmen bzw. die zukünftige Zinsentwicklung häufig ändert, schwanken die Preise von Aktien stärker als die von Anleihen.
  4. Der geduldige Privatanleger verdient langfrsitig eine Riskoprämie gegenüber dem Festgeld.
  5. Privatanleger können Aktien in Form von Aktienfonds kaufen.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Januar

Der Januar war ein guter Börsenmonat für MAQS. Nahezu auf allen Positionen konnte das Portfolio zulegen.

Wärend bei den ETF’s alle Positionen im Plus schlossen, konten zumindest im restlichen Portfolio bei Aktien und Öl gute Beiträge erzielt werden. Gold blieb etwas gemischt, die Währungen ebenfalls. Die Position JPY/USD verzeichnete deutliche Verluste, dafür gewann der EUR gegenüber dem USD. Auf der Rentenseite ein ähnliches Bild: Der Long im Bund Future verlor und die daruaf folgende Short Position im T-Note kompensierte die Verluste.

MAQS konnte sich ein wenig von den Tiefständen des letzten Jahres erholen und beendete den Monat im deutlichen Plus.

Januar: -3,04%, Seit Jahresanfang: -3,04%

Monatsupdate_201709

Signale des monatlichen Systems:

  • Kauf von EUR Staatsanleihen (+halbe Position)

Wie im letzten monatlichen Beitrag untersucht (und nachrichtlich erfasst) verzichten wir zukünftig auf den Handel der langen EUR Staatsanleihen und halten die Position dauerhaft.

Das neue MAQS-Portfolio hält im Februar 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 114,24 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 25,71 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 52,69 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 91,36 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 227,49 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 19,15 800
Gesamt in EUR     91,96
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Rückblick 2017, Ausblick 2018

Rückblick 2017, Ausblick 2018

Wie im letzten Jahr möchte ich am Anfang des neuen Jahres einen kleinen Rückblick auf die Ergebnisse des letzten Jahres geben. Den Ausblick für 2018 werden ich in den nächsten Tagen noch nachliefern, da ich zeitlich etwas knapp bin. (Anmerkung der Redaktion: Aktualisierung am 07.01.2017)

MAQS Jahres-Performance:

Im letzten Jahr gab es eine Menge Auf und Ab in der Performance von MAQS. Leider stand am Jahresende ein relativ dickes Minus von über 13% zu Buche.

Das war nicht schön und schon gar nicht schön darüber jede Woche zu schreiben. Verluste behält man besser für sich, oder?

Auf alle Fälle gehen viele Leute mit den Gewinnern dieses Jahr hausieren – eben ein netter Plausch auf den Parties zum Jahreswechsel. Es gab am Aktienmarkt auch eine Menge „Super Gewinner“.

  • Lufthansa: 150%
  • Commerzbank 72%
  • Uniper: 98%
  • Leoni: 84%
  • Boeing: 89%
  • Align Technology: 131%
  • Take-Two Interactive Software: 122%
  • usw.

Nicht zu  vergessen der märchenhafte Aufstieg des Bitcoin von ca. 1.000 USD auf 18.000 USD zum Jahreswechsel.

Wer ist da nicht gern dabeigewesen. Interessant sind m.E. vor allem die Storys, warum der oder diejenige gerade diesen Trade gemacht haben.

Ohne den Gewinn zu schmälern, war sicher auch eine Portion Glück im Spiel – Eben wie bei einer Lotterie.

Bisher habe ich übrigends noch niemanden mit Steinhoff International im Portfolio gefunden. Selbst mit so einem langweiligen Wert wie Fresenius, konnte man dieses Jahr einen Verlust von ca. 12% einfahren.

Letztes Jahr hatte ich an dieser Stelle noch einmal betont:

„Trades entstehen auf Basis von Analysen und Regeln!“

Daran habe ich mich das ganze Jahr gehalten. Alle Trades im MAQS-Portfolio wurden entweder vom wöchentlichen oder vom monatlichen System nach klaren reproduzierbaren Regeln generiert.

Das diese Methode nicht der „Heilige Gral“ ist und damit eben auch Verluste entstehen können, hatte ich schon im Ausblick 2017 gezeigt. Aber wir haben eben wie im Beitrag zu den Slot-Maschinen einen gewissen Vorsprung, der auf lange Sicht erfolgreich sein sollte.

Die „Prognose 2017“ sah wie folgt aus:

maqs-performance_erwartung_2017
Quelle: Daten Bloomberg, eigene Berechungen

Die Median Erwartung lag bei ca. 16% und das -99% Quantil (also der Wert der in 99% der Fälle nicht erreicht werden sollte) lag bei ca. -13%.

Damals hatte ich noch großzügig gerundet und kam auf einen Drawdown von -15%, aber auch ein mittleres Upside-Potential von ca. 15%.

Leider hat sich nur die negative Seite des Portfolios gezeigt. Wir haben die -13% bei MAQS im letzten Jahr gesehen – das hätte statistisch nicht vorkommen sollen.

Eine kleine Analyse zeigt aber relativ schnell, worauf die Simulation nicht achtete. Die Zahlen zur Simulation beinhalteten keinerlei Kosten.

Nach weiteren Analysen und Überlegungen werde ich die Kosten – vor allem die Finanzierungskosten des wöchentlichen Systems – zukünftig mit berücksichtigen.

In meinem neuen Ausblick (folgt), sind diese Kosten approximativ enthalten und nach einer Anpassung der Modellierung, werden diese möglichst genau in das System mit einfließen. Letztlich senkt es die Performance Erwartung um ca. 3% p.a. ab. Damit sind die erreichten -13% nicht mehr erst im 99% Quantil errreichbar, sondern leider schon eher. Simulation folgt!

#Nachlieferung Ausblick 2018

Häufig fängt man mit einer auf den ersten Blick einfachen Analyse an und stellt kurz dannach fest, dass Dinge die man noch vor Jahren als sinnvoll erachtete plötzlich in einem anderen Licht erscheinen.

Wie versprochen war das Ziel die DIY Renditen zu nutzen, um die Performance der Bond-Komponente in einem Zinssteigerungsszenario besser zu erfassen.

Dabei ist mir klar geworden, dass unser Algorithmus zur Selektion der Trades im monatlichen System mit den schnelle Preisbewegungen der langen Bonds seine Problem hat. Das Verhältniss von Aufwärtsbewegung (das System ist Long-Only) zur Volatilität ist für einen Trendfolger sehr ungünstig. Es kommt zu oft zu apprupten Preisbewegungen gegen den Trend und diese führen zu einem Positionswechsel. Kurz darauf wir der eigentliche Pfad wieder aufgenommen.

Damit ist die Trendfolgemethode auf den langen Bonds alles andere als optimal. Ich hatte diese hingenommen, da in verschiedenen Studien keine Nachteile auf anderen Bond-Märkten erkannt worden bzw. diese nachteile nur sehr gering waren. Wesentlich war jedoch für mich, eine Methode zu haben, die bei steigenden Zinsen mich aus dem Bond-Markt hält.

Nach den Untersuchungen der letzten Tage, bin ich zum Schluss gekommen, dass

  1. mein Trading-Algorithmus diese Aufgabe nicht leisten kann und
  2. ein steigender Zins nicht notwendiger Weise so negativ für die Performance der Bond-Komponente ist. Jedenfalls ist eine Buy-and-Hold Strategie unter Berücksichtigung von Handelskosten nicht schlechter als der Algorithmus.
  3. die wichtigste Aufgabe – große Drawdowns zu verhindern erreicht die MAQS-Systematik nur bedingt. Bei fallenden Zinsen reduziert sich der Drawdown nur marginal, bei steigenden schon etwas mehr, aber alles in allem zu wenig, um dafür die Rendite aufzugeben.

Lasst Zahlen sprechen:

10Y historisch 10Y inverse
Index
Rendite 4,33% 2,00%
Risiko 6,17% 6,25%
Drawdown -9,13% -14,87%
MAQS
Rendite 2,48% 0,72%
Risiko 5,13% 4,40%
Drawdown -8,38% -11,21%

Und Bilder:

10y-Rendite_normal
Performance 10-jähriger Bond (historicher Verlauf)
10y-Rendite_inverse
Performance 10-jähriger Bond (simulierter Zinsanstieg)

Damit sollten wir für die Bond-Komponente das Handelssystem aussetzten. Mit dem nächsten Monatstrade werde ich die halbe Position wieder zurückkaufen.

Jetzt wir die Zahlen zusammen haben, können diese in die Monte-Carlo Simulation aufgenommen werden.

Gesagt getan:

 

 

MC-Forecast_2018
eigene Berechnungen

Unter Berücksichtigung steigender Zinsen sollte MAQS in 2018 im Mittel um 9% zulegen. Dabei entsteht leider eine relativ hohe Streuung der möglichen Resultate. Im negativen Bereich erreichen wir mit ca. -17% einen deutlichen Drawdown – zum Glück nur in 1% der Fälle.

Im anderen 1% der Fälle ist auch eine deutlich positive Performance von > 43% möglich sein.

Lassen wir uns überraschen!

Willkommen in 2018

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Dezember

Die Performance im Dezember war negativ. Anfänglich lief es noch sehr gut und MAQS konnte etwas Boden gutmachen, doch zum Jahreswechsel setzte die Schaukelei wieder ein und ohne Trends keine positive Performance. Der einzige Markt der wirklich das gesamte Jahr in einem sehr starken Trend verlief war der S&P500. Leider reichte die Performance nicht, die Verluste wieder wettzumachen.

Dezember: -1,96%, 2017: -13,38%

Monatsupdate_201712

Die Signale des wöchentlichen Systems werde ich nicht mehr jede Woche schreiben. Diese lassen sich im Detail immer im MAQS-Portfolio ablesen. Ebenso ist dort ein Chartverlauf zu sehen.

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf einer halben Position der EUR Staatsanleihen

Das neue MAQS-Portfolio hält im Januar 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 112,17 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 25,13 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 51,10 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 95,62 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 226,56 50
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 18,75 800
Gesamt in EUR     89,23
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Wochenupdate 24. Dezember

Wochenupdate 24. Dezember

MAQS beendet die vorletzte Woche in 2017 erneut im Minus -1,28% damit bleibt das Jahr eines der wenigen negativen in der bisherigen Serie.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 89,86. Das entspricht einer negativen Performance von -12,79% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

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Wochenupdate 17. Dezember

Wochenupdate 17. Dezember

MAQS beendet diese Woche erneut mit -0,27% leicht im Minus und bleibt damit wohl für dieses Jahr am unteren Ende der Handelsspanne. Nach der Entscheidung der Fed und den neuen Lagerbeständen bei WTI-Oel drehten die Märkte gegen meine Positionen.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 91,02. Das entspricht einer negativen Performance von -11,66% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 10. Dezember

Wochenupdate 10. Dezember

MAQS beendet diese Woche mit -0,20% leicht im Minus.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 91,27. Das entspricht einer negativen Performance von -11,42% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Close Long EUR/USD
  • Close Long Gold

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

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Wochenupdate 03. Dezember

Wochenupdate 03. Dezember

Diese Woche kann MAQS zulegen. MAQS beendet die Woche erneut mit einem Plus von +1,19%.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 91,45. Das entspricht einer negativen Performance von -11,24% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Long EuroStoxx50
  • Long Gold

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Fonds-Fahr-Schule: Anleihen Experte

Fonds-Fahr-Schule: Anleihen Experte

In der heutigen Fonds-Fahr-Schule möchte ich das Thema Anleihen vom letzten mal noch etwas vertiefen.

Nachdem wir beim letzten mal auf die Basics der Anleihen geschaut haben, möchte ich das Thema noch ein wenig ausweiten – sozusagen einen Teil 2 für den tieferen Blick.

Ganz speziell soll es um die Risikomaße Duration und Konvexität sowie den Roll-Down-Effekt gehen.

In weiteren Blogs werden wir das Bild dann noch komplettieren und werfen einen Blick auf die Welt der Derivate. Diese sind in der Zinswelt besnders wichtig. Um die Derivate und deren Nutzen zu verstehen, ist im Vorfeld der Expertenblick auf die Anleihen notwendig.

Also wie immer First Things First:

Duration und Konvexität

Die Duration einer Anleihe ist ganz einfach ausgedrückt die mittlere Kapitalbindung die der Käufer der Anleihen eingeht.

Dass klingt etwas spröde und man fragt sich – wozu soll das gut sein?

Führen wir uns aber kurz das Prinzip an einem beispiel einer 5-jährigen Anleihe mit einem Kupon von 5% vor Augen.

Der Investor investiert zum Preis von 100 EUR (Mittelabfluss) und erhält 5 Jahre lang einen Zufluss von 5 EUR (Zins) und am Ende der Laufzeit das Nominal der Anleihe die 100 EUR wieder zurück.

0J 1J 2J 3J 4J 5J
-100 5 5 5 5 105

Die aktuelle Rendite einer 5-jährigen Anleihe sei 5%. Somit lassen sich die einzelnen Cash Flows mit diesem Zins abdiskontieren:

0J 1J 2J 3J 4J 5J
Cash Flows -100 5 5 5 5 105
Diskontfaktor 1,05 1,10 1,16 1,22 1,28
Barwert der CF 4,76 4,54 4,32 4,11 82,27
Kum. Barwert 4,76 9,30 13,62 17,73 100,00

Kumuliert man die ab-diskontierten (also abgezinsten Cash Flows) – Geldflüsse – der Zukunft auf, ist der Zeitpunkt, ab dem der halbe Barwert erreicht ist, ist die Duration in Jahren. In unserem Fall liegt dieser zwischen dem 4 Jahr und dem 5 Jahr bei ca. 4,4 Jahren.

Fondsmanager sprechen häufig von der Modified Duration – diese ist normiert und wird gewöhnlich in % angegeben. Die Effektive-Duration ist ein weiteres Konzept und der Modified Duration sehr nahe. Die Berechung erfolgt jedoch nicht auf dem gleichen Weg.

An dieser Stelle macht man sich die Eigenschaft der Duration als Risikomaß zu Nutzen. Die Duration misst wie sensibel der Preis einer Anleihe auf Veränderungen der des Zinsniveaus reagiert.

Hier ein Beispiel: Am Markt existiert eine Anleihe mit 5 Jahren Laufzeit und einem Kupon von 5%. Das aktuelle Zinsniveau ist ebenfalls bei 5%. Damit ist der Preis der Anleihe 100 EUR.

Würde sich das Zinsniveau genau um 1% nach unten verschieben, dann hätte die Anleihe einen Wert von 104,45 EUR. Die Anleihe hätte damit eine Wertveränderung von 4,45% erfahren.

Die Duration ist das Maß für die Wertveränderung der Anleihe bei einer Zinsverschiebung von 1%. Demnach hätte diese Anleihe eine Effektive-Duration von 4,45%

Parameter der Duration

Die Duration ist von 3 Parametern abhängig: Kupon, Zins und Laufzeit.

Der Zusammenhang ist wie folgt: Die Duration ist höher je ….

  1. niedriger der Kupon ist
  2. niedriger der Zins
  3. länger die Laufzeit

Wenn der Kupon (a) einer Anleihe sehr niedrig ist, so fließen über die Ziet nur geringe Cash Flows an den Investor zurück – es dauert länger bis der Investor die halbe Investition (Barwert) zurück hat.

Wenn der Zins (b) zum ab-diskontieren der Cash Flows gering ist, so steigt der ab-diskontierte Wert der letzten Zahlung deutlich an. Da die letzte Zahlung die Rückzahlung des Nominals ist, bekommt der Anleger später die hälfte seiner Investition (Barwert) zurück.

Wenn die (Gesamt)-Laufzeit (c) länger ist, ist auch die halbe Laufzeit länger.

Konvexität

An dieser Stelle ein Wort zur Konvexität. Die Konvexität beschreibt die Veränderung der Duration bei veränderten Zinsen.

Die Berechnung der Duration unterstellt immer sehr kleine Zinsbewegungen. Bei deutlicheren Zinsveränderungen ändert sich die Duration der Anleihe wie wir eben anhand (b) besprochen haben. Wie stark sich die Duration ändert hängt von der Konvexität der Anleihe ab. Damit ist die Konvexität ein weiteres Risikomaß im Anleihebereich.

Roll Down

Zu guter Letzt wollen wir noch über Roll Down sprechen.

Wie wir oben gelernt haben ist die Duration von der Laufzeit abhängig. Da die Duration ein Maß für das Risiko einer Anleihe ist verlangt der Markt mit zunehmender Laufzeit einen höheren Zins. Man spricht in diesem Fall von einer normalen Renditekurve.

Es könnte auch sein, dass der Markt das Risiko im kurzen und im langen Bereich gleich einschätzt, dann sprechen wir von einer flachen Renditekurve. Dies tritt v.a. bei Unternehmensanleihen auf. Bei Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfall der Anleihen kurzfristig sehr hoch. Der dadurch geforderte Renditeaufschlag (Spread) überlagert dann das Zinsrisiko.

In speziellen Fällen kann es (häufig nur kurzzeitig) zu einer inversen Zinsstrukturkurve kommen. Dann sind die Renditen im kurzen Bereich höher als im langen.

Unterstellen wir für unser Beispiel eine normale Kurve mit einer positiven Steilheit zwischen dem langen und dem kurzen Laufzeiten.

Nehmen wir wieder eine Anleihe mit einem Kupon von 5% und einer Laufzeit von 5 Jahren.

Die Zinsstrukturkurve soll wie folgt aussehen:

1J 2J 3J 4J 5J
1% 2% 3% 4% 5%

Damit wird die 5-jährige Anleihe zu einem Preis von 100 EUR am Markt gehandelt.

Würde der Investor diese Anleihe genau 1 Jahr halten und die Zinskurve würde sich nicht bewegen, dann würde sich der Preis der Anleihe auf 103,63 EUR erhöhen.

Bei diesem Preis erzielt der Investor einen Kursgewinn von 3,63 %  – einzig allein über das halten der Anleihe. Dieses Verhalten der Anleihepreise nennt man Roll Down. Die Anleihe „rollt“ die Renditekurve herunter und gewinnt dabei an Wert.

In Zeiten niedriger Zinsen ist das eine sehr schöne Zusatzrendite. Diese lässt sich allerdings nur realisisieren, wenn man die Anleihe auch nach einem Jahr wieder verkauft. Würde man die Anleihe bis zum Laufzeitende halten, dann würde man genau die 5% Rendite erhalten.

Je steiler die Zinsstrukturkurve und je geringer die Kupons und Zinsen, desto stärker tritt dieser Effekt zu Tage (also gerade jetzt).

 

Was gab es heute in unserer FondsFahrSchule zu lernen?

  1. Anleihen haben ein Zinsänderungsrisiko, welches durch die Duration und Konvexität ausgedrückt wird.
  2. Die Duration gibt an, wann der Investor seine halbe Investition (barwertig) wieder zurück bekommen hat.
  3. Einhöheres Zinsrisiko wird bei normaler (steilen) Zinsstrukturkurve auch höher entlohnt.
  4. In diesem Fall kann der Investor durch regelmäßiges Verkaufen von kürzeren anleihen und Neuinvestition in längere Anleihen einen zusätzlichen Rollgewinn erhalten.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance November

Die Performance im November war positiv. Die letzten Tage haben MAQS wieder ein Stück nach vorn gebracht. Die Volatilität an den Märkten bleibt hoch. Alle warten auf den großen Einbruch, aber der Aktienmarkt steigt immer weiter. Insbesondere der Amerikanische Markt (immerhin 50% des MSCI Welt) trotzt jeder schlechten Nachricht.

Aber auch die Währungsmärkte steleln sich turbulent da die beiden Positionen gleichen sich nahezu aus. Auf der Anleihen-Seite können trotz Unkenrufe positive Beiträge über den Monat generirt werden.

So auch bei den Rohstoffen: Obwohl das Gold etwas schächelt so wird die von den Industriemetallen und Oel komplett überkompensiert.

September: +0,53%, Seit Jahresanfang: -11,57%

Monatsupdate_201711

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf der EM Anleihen

Das neue MAQS-Portfolio hält im Dezember 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 111,57 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 23,99 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 48,46 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 96,96 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 225,38 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 17,91 800
Gesamt in EUR     89,41
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following