Rückblick 2017, Ausblick 2018

Rückblick 2017, Ausblick 2018

Wie im letzten Jahr möchte ich am Anfang des neuen Jahres einen kleinen Rückblick auf die Ergebnisse des letzten Jahres geben. Den Ausblick für 2018 werden ich in den nächsten Tagen noch nachliefern, da ich zeitlich etwas knapp bin. (Anmerkung der Redaktion: Aktualisierung am 07.01.2017)

MAQS Jahres-Performance:

Im letzten Jahr gab es eine Menge Auf und Ab in der Performance von MAQS. Leider stand am Jahresende ein relativ dickes Minus von über 13% zu Buche.

Das war nicht schön und schon gar nicht schön darüber jede Woche zu schreiben. Verluste behält man besser für sich, oder?

Auf alle Fälle gehen viele Leute mit den Gewinnern dieses Jahr hausieren – eben ein netter Plausch auf den Parties zum Jahreswechsel. Es gab am Aktienmarkt auch eine Menge „Super Gewinner“.

  • Lufthansa: 150%
  • Commerzbank 72%
  • Uniper: 98%
  • Leoni: 84%
  • Boeing: 89%
  • Align Technology: 131%
  • Take-Two Interactive Software: 122%
  • usw.

Nicht zu  vergessen der märchenhafte Aufstieg des Bitcoin von ca. 1.000 USD auf 18.000 USD zum Jahreswechsel.

Wer ist da nicht gern dabeigewesen. Interessant sind m.E. vor allem die Storys, warum der oder diejenige gerade diesen Trade gemacht haben.

Ohne den Gewinn zu schmälern, war sicher auch eine Portion Glück im Spiel – Eben wie bei einer Lotterie.

Bisher habe ich übrigends noch niemanden mit Steinhoff International im Portfolio gefunden. Selbst mit so einem langweiligen Wert wie Fresenius, konnte man dieses Jahr einen Verlust von ca. 12% einfahren.

Letztes Jahr hatte ich an dieser Stelle noch einmal betont:

„Trades entstehen auf Basis von Analysen und Regeln!“

Daran habe ich mich das ganze Jahr gehalten. Alle Trades im MAQS-Portfolio wurden entweder vom wöchentlichen oder vom monatlichen System nach klaren reproduzierbaren Regeln generiert.

Das diese Methode nicht der „Heilige Gral“ ist und damit eben auch Verluste entstehen können, hatte ich schon im Ausblick 2017 gezeigt. Aber wir haben eben wie im Beitrag zu den Slot-Maschinen einen gewissen Vorsprung, der auf lange Sicht erfolgreich sein sollte.

Die „Prognose 2017“ sah wie folgt aus:

maqs-performance_erwartung_2017
Quelle: Daten Bloomberg, eigene Berechungen

Die Median Erwartung lag bei ca. 16% und das -99% Quantil (also der Wert der in 99% der Fälle nicht erreicht werden sollte) lag bei ca. -13%.

Damals hatte ich noch großzügig gerundet und kam auf einen Drawdown von -15%, aber auch ein mittleres Upside-Potential von ca. 15%.

Leider hat sich nur die negative Seite des Portfolios gezeigt. Wir haben die -13% bei MAQS im letzten Jahr gesehen – das hätte statistisch nicht vorkommen sollen.

Eine kleine Analyse zeigt aber relativ schnell, worauf die Simulation nicht achtete. Die Zahlen zur Simulation beinhalteten keinerlei Kosten.

Nach weiteren Analysen und Überlegungen werde ich die Kosten – vor allem die Finanzierungskosten des wöchentlichen Systems – zukünftig mit berücksichtigen.

In meinem neuen Ausblick (folgt), sind diese Kosten approximativ enthalten und nach einer Anpassung der Modellierung, werden diese möglichst genau in das System mit einfließen. Letztlich senkt es die Performance Erwartung um ca. 3% p.a. ab. Damit sind die erreichten -13% nicht mehr erst im 99% Quantil errreichbar, sondern leider schon eher. Simulation folgt!

#Nachlieferung Ausblick 2018

Häufig fängt man mit einer auf den ersten Blick einfachen Analyse an und stellt kurz dannach fest, dass Dinge die man noch vor Jahren als sinnvoll erachtete plötzlich in einem anderen Licht erscheinen.

Wie versprochen war das Ziel die DIY Renditen zu nutzen, um die Performance der Bond-Komponente in einem Zinssteigerungsszenario besser zu erfassen.

Dabei ist mir klar geworden, dass unser Algorithmus zur Selektion der Trades im monatlichen System mit den schnelle Preisbewegungen der langen Bonds seine Problem hat. Das Verhältniss von Aufwärtsbewegung (das System ist Long-Only) zur Volatilität ist für einen Trendfolger sehr ungünstig. Es kommt zu oft zu apprupten Preisbewegungen gegen den Trend und diese führen zu einem Positionswechsel. Kurz darauf wir der eigentliche Pfad wieder aufgenommen.

Damit ist die Trendfolgemethode auf den langen Bonds alles andere als optimal. Ich hatte diese hingenommen, da in verschiedenen Studien keine Nachteile auf anderen Bond-Märkten erkannt worden bzw. diese nachteile nur sehr gering waren. Wesentlich war jedoch für mich, eine Methode zu haben, die bei steigenden Zinsen mich aus dem Bond-Markt hält.

Nach den Untersuchungen der letzten Tage, bin ich zum Schluss gekommen, dass

  1. mein Trading-Algorithmus diese Aufgabe nicht leisten kann und
  2. ein steigender Zins nicht notwendiger Weise so negativ für die Performance der Bond-Komponente ist. Jedenfalls ist eine Buy-and-Hold Strategie unter Berücksichtigung von Handelskosten nicht schlechter als der Algorithmus.
  3. die wichtigste Aufgabe – große Drawdowns zu verhindern erreicht die MAQS-Systematik nur bedingt. Bei fallenden Zinsen reduziert sich der Drawdown nur marginal, bei steigenden schon etwas mehr, aber alles in allem zu wenig, um dafür die Rendite aufzugeben.

Lasst Zahlen sprechen:

10Y historisch 10Y inverse
Index
Rendite 4,33% 2,00%
Risiko 6,17% 6,25%
Drawdown -9,13% -14,87%
MAQS
Rendite 2,48% 0,72%
Risiko 5,13% 4,40%
Drawdown -8,38% -11,21%

Und Bilder:

10y-Rendite_normal
Performance 10-jähriger Bond (historicher Verlauf)
10y-Rendite_inverse
Performance 10-jähriger Bond (simulierter Zinsanstieg)

Damit sollten wir für die Bond-Komponente das Handelssystem aussetzten. Mit dem nächsten Monatstrade werde ich die halbe Position wieder zurückkaufen.

Jetzt wir die Zahlen zusammen haben, können diese in die Monte-Carlo Simulation aufgenommen werden.

Gesagt getan:

 

 

MC-Forecast_2018
eigene Berechnungen

Unter Berücksichtigung steigender Zinsen sollte MAQS in 2018 im Mittel um 9% zulegen. Dabei entsteht leider eine relativ hohe Streuung der möglichen Resultate. Im negativen Bereich erreichen wir mit ca. -17% einen deutlichen Drawdown – zum Glück nur in 1% der Fälle.

Im anderen 1% der Fälle ist auch eine deutlich positive Performance von > 43% möglich sein.

Lassen wir uns überraschen!

Willkommen in 2018

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Dezember

Die Performance im Dezember war negativ. Anfänglich lief es noch sehr gut und MAQS konnte etwas Boden gutmachen, doch zum Jahreswechsel setzte die Schaukelei wieder ein und ohne Trends keine positive Performance. Der einzige Markt der wirklich das gesamte Jahr in einem sehr starken Trend verlief war der S&P500. Leider reichte die Performance nicht, die Verluste wieder wettzumachen.

Dezember: -1,96%, 2017: -13,38%

Monatsupdate_201712

Die Signale des wöchentlichen Systems werde ich nicht mehr jede Woche schreiben. Diese lassen sich im Detail immer im MAQS-Portfolio ablesen. Ebenso ist dort ein Chartverlauf zu sehen.

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf einer halben Position der EUR Staatsanleihen

Das neue MAQS-Portfolio hält im Januar 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 112,17 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 25,13 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 51,10 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 95,62 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 226,56 50
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 18,75 800
Gesamt in EUR     89,23
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

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