Das Geheimnis erfolgreichen Handelns.

Das Geheimnis erfolgreichen Handelns.

Zu Beginn des Jahres 2017 verrate ich Euch ein Geheimnis – das Geheimnis erfolgreichen Handelns. Dabei meine ich nicht nur das Handeln an den Börsen der Welt, sondern generell.

Das Geheimnis wurde mir erst kürzlich wieder deutlich bewusst.

Dazu eine kleine Anekdote:

Wir waren im Herbst  auf Sylt und eines Abends stellten wir fest, dass wir in den letzten Jahren immer ein klein wenig mehr auf die Waage brachten. Insbesondere bei mir schien ein ausgewogener BMI immer mehr in Gefahr.

Wir verabredeten gemeinsam etwas dagegen zu tun.

Am Anfang stand das Wort – oder heute eine App?

Um unsere Erfolge in irgend einer Weise zu protokollieren schlug ich vor eine App zu benutzen, die dies für uns übernimmt. Leider bzw. glücklicherweise sind Apps noch nicht vollautomatisch.

Nach ein wenig Recherche im Internet und kleinen Tests verschiedener Anwendungen fanden wir eine Anwendung, welche unseren Ansprüchen genügte. Die Hauptfeatures der App waren:

  1. Eine tägliche Erfassungsmöglichkeit für alle Mahlzeiten.
  2. Ein kleiner Test, um den täglichen Grundbedarf an kcal herauszufinden.
  3. Eine Datenbank mit schon reichlich gepflegten Lebensmitteln.
  4. Letztlich mit hilfreichen Tipps und Rezepten für den erfolgreichen Start.

Das Ziel bei mir war es knapp 10% an Gewicht zu verlieren und damit wieder meinen BMI komfortabel einzuhalten.

Die ersten Wochen waren zugegeben nicht ganz so einfach, da man erst einmal seine Ernährung umstellen muss. Dies beinhaltet in erster Linie weniger zu essen und in zweiter Linie die richtigen Kalorien aufzunehmen.

Die ersten Wochen waren zum Glück schnell vorbei und dann stellten sich erstaunlicher Weise sehr deutlich die Erfolge ein. Die Pfunde purzelten in einem sehr ansehnlichen Tempo, sodass ein paar Wochen vor Weihnachten das erste Ziel erreicht war. Die Pfunde waren weg.

Jetzt wurde es spannend.

Es  wird ja bei Diäten immer vom sogenannten YoYo-Effekt gesprochen. Diesen galt es zu vermeiden. Für mich war relativ schnell klar, dass jetzt vielleicht der schwierigere Part begonnen hatte.

Abnehmen war relativ leicht: Iss einfach weniger!

Aber genau den Punkt zu finden, auf dem sich mein Gewicht stabilisiert ist deutlich schwieriger, da ich meinen Grundumsatz also den Kalorienverbrauch um mein Gewicht zu halten nur schätzungsweise durch den kleinen Test in der App kannte. Außerdem ist der Grundbedarf sicher von verschiedenen Parametern abhängig – z.B. wieviel Sport ich treibe und wieviel ich unterwegs bin oder nur im sitzen arbeite. Letztlich spielt sicher auch die Temperatur und die Jahreszeit eine Rolle.

Wieder eine Menge an Parametern – fokussieren wir einfach auf das Ergebnis aller Parameter das Gewicht. Das Ziel ist dabei das Gewicht in einem engen Band um den Zielwert zu halten – Vorhersagen unmöglich.

Relativ schnell wurde mir klar, was das Geheimnis des Erfolgs ist:

  • Die Protokollierung jeder Mahlzeit!

Das leidige Aufschreiben jeder auch noch so kleinen Mahlzeit erfordert eine Menge an Disziplin und vor allem Ehrlichkeit zu sich selbst. Damit ist aus meiner Sicht schon alles über den Erfolg der Diät gesagt.

Durch das ehrliche und tägliche Aufschreiben aller Getränke und Mahlzeiten wirkt zweifach.

  1. Man kann sehr gut sehen, was man täglich isst und ob man im gesteckten Limit liegt.
  2. Hält schon der Gedanke schon wieder den eben gegessenen Snack aufzuschreiben davon ab den Snack überhaupt zu essen.

Insbesondere der zweite Punkt hat bei mir entscheidend dazu beigetragen den kleinen süßen Versuchungen v.a. im Büro und abends auch der Couch zu widerstehen.

Von der Diät zu MAQS.

Bei der Geldanlage benutze ich ebenfalls ein Journal – ein Protokoll aller Trades.

Für jeden Trade z.B. des wöchentlichen Systems schreibe ich mir neben dem Datum, der Einstandspreise und Stückzahlen, die Verkaufspreise und das eingegangene Risiko ein.

Damit habe ich eine Übersicht über die entstandenen Gewinne und Verluste und – ganz wichtig – über die Gewinne und Verluste pro Risikoeinheit. Nur diese letzte Zahl ist letztlich vergleichbar mit den Kennzahlen des Systems.

Für das letzte Jahr sieht der Ausschnitt aus dem Journal dann verkürzt wie folgt aus:

Nr. Asset Datum Risk EUR
P/R System P/R Delta EUR
329 RX1 21.09.2015 1.482,99 2,13 2,77 -947,68
331 CL1 19.10.2015 1.521,45 2,07 2,02 78,71
332 EC1 09.11.2015 1.482,21 -0,87 -0,84 -38,14
333 GC1 09.11.2015 1.482,21 -1,04 -0,81 -340,12
336 VG1 14.12.2015 1.473,92 -0,05 0,14 -286,08
337 SP1 18.01.2016 1.506,44 -0,84 -1,02 277,05
338 TY1 25.01.2016 1.504,31 0,50 0,93 -644,84
339 JY1 25.01.2016 1.504,31 2,69 2,98 -431,34
340 GC1 29.02.2016 1.500,53 0,00 0,14 -206,09
341 EC1 21.03.2016 1.515,23 -0,40 -0,34 -93,82
342 SP1 18.04.2016 1.549,83 2,31 2,52 -320,16
343 VG1 04.07.2016 1.913,19 -0,22 -0,21 -27,40
344 JY1 01.08.2016 1.901,53 -0,41 -0,42 18,77
345 EC1 08.08.2016 1.891,70 -0,62 -0,62 10,72
346 CL1 15.08.2016 1.903,57 -0,67 -0,66 -4,57
347 EC1 17.10.2016 1.750,40 1,06 1,27 -369,51
348 CL1 14.11.2016 1.736,99 -0,92 -1,20 480,04
349 VG1 14.11.2016 1.736,99 0,94 1,19 -430,47
350 TY1 05.12.2016 1.740,36 -0,22 -0,06 -286,88
351 GC1 05.12.2016 1.740,36 -0,05 0,04 -162,53
352 CL1 19.12.2016 1.878,63 -0,11 -0,06 -85,28
353 JY1 09.01.2017 1.859,68 -0,62 -0,46 -297,90

Damit hatten wir im Jahr 2016 ca. 22 Trades, wenn man den letzten Close im Januar 2017 mit zählt und die 5 in 2015 geöffneten Trades, die in 2016 geschlossen wurden.

Also netto hatten wir genau 16 Trades in 2016 eröffnet und 15 geschlossen. Damit wurde genau 31 mal gehandelt Kauf bzw. Verkauf.

Einige Trades sind noch offen und wurden nur mit den aktuellen Preisen bewertet. Damit sind die Handelskosten noch nicht richtig wiedergegeben, da der Close noch aussteht.

Für unsere kleine Analyse sollte dies dennoch reichen. Ausgehend von den 22 Trades entsteht ein durchschnittlicher Profit nach Kosten von 0,21 pro Risikoeinheit erwirtschaftet. Schaut man auf den vergleichbaren Betrag für das System ohne Berücksichtigung der Kosten erreichen wir einen P/R i.H.v. 0,32.

Damit erreichen die Handelskosten stolze 0,11 pro Risikoeinheit. Das ist eine Menge. Wenn man bedenkt, dass von EUR 1.000 investierten Risiko, mehr als EUR 100 Kosten entstehen.

Die Handelskosten setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen.

  • Zum einen haben wir die Trading Kosten im engeren Sinn wie Slippage also das auseinander driften der Kaufs / Verkaufskurses mit dem Freitag Schlusskurs.
  • Natürlich möchte der Händler durch die Geld-Brief-Spanne und die Bank (Courtage / Gebühren) auch noch etwas verdienen.
  • Des Weiteren zählen dazu die Abweichungen, die durch Währungsschwankungen auftreten. Die Zertifikate werden in Lokaler Währung berechnet und danach in EUR konvertiert. Damit wird jedoch nur die Margin (also der aktuelle Marktwert) in EUR konvertiert – nicht jedoch das Underlying. Hinzu kommt, dass manche Zertifikate einen Restwert nach dem Stop anstreben: Dann sind diese Beträge ebenfalls vom Währungskurs abhängig.
  • Im Zertifikat werden interne Gebühren der Ausgebenden Bank berücksichtigt. So entstehen z.B: Finanzierungskosten für den eingegangenen Hebel etc.

Alles in allem haben wir nur Einfluss auf die erst genannten Kosten. Hier gilt jedoch die Regel:

Kaufe möglichst nah an der Eröffnung, also gegen 9:00!

Warum ist das immer richtig? Ganz einfach. Es gibt eigentlich nur zwei Fälle:

  1. Der Eröffnungskurs liegt über (bei einer Long-Position) dem Kurs vom Freitag: Dann gilt es schnellstmöglich die Position – das Risiko dem Markt noch weiter hinterher zulaufen – zu schließen.
  2. Der Eröffnungskurs liegt unter (bei einer Long-Position) dem Kurs vom Freitag: Dann gilt es auch hier schnell den Zusatzgewinn mitzunehmen.

Leider zeigt sich in der Praxis, dass bei starken Trends der Montag immer über (Long) dem Freitag öffnet und Fehltrades häufig mit einem Kurs unterhalb (Long) des Freitag-Schluss eröffnen. Dann besteht zumindest die Chance auf einen kleineren Verlust als vom System angezeigt.

Die Handelskosten sind zwar hoch, aber im Vergleich zu den verhaltensorientierten Fehlern immer noch gering.

Durch das ehrliche Aufschreiben aller Trades oder auch der kcal bei einer Diät, machen die eigenen Verhaltensweisen transparent.Frei nach Jens Corssen würde man dann sagen:

„Machen Sie ruhig weiter, aber schauen Sie sich dabei zu!“

Die bewusste Handlung führt, früher oder später zur Einsicht, dass dieses Verhalten viel zu „teuer“ ist. Dann reift schnell die Erkenntnis nicht länger daran festzuhalten. Mit jedem Trade, den man aus dem Bauch heraus öffnet – im Trade-Journal notiert – schließt und das Ergebnis betrachtet kommt man näher zu dem Schluss, dass es ohne klare Regeln und nicht geht.

Das Geheimnis erfolgreichen Handels ist das bewusste Eingehen von Transaktionen und kritische Analyse des Ergebnisses. Dabei werden Fehler schnell transparent und können somit für die Zukunft vermieden werden.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Januar

Die Performance im Januar war geprägt durch das wilde auf und ab an den Börsen durch die Amtsübernahme Donald Trumps.

Januar: -3,23%, Seit Jahresanfang: -3,23%

monatsupdate_201701

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf einer halben Position EM Aktien (EUNZ)
  • Kauf einer halben Position EM Anleihen (IUS7)

Das neue MAQS-Portfolio hält im Februar 2017 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 101,00 78
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 22,66 0
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 43,91 359
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 102,38 77
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 221,37 0
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 18,50 854
Gesamt in EUR       98.780
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 29. Januar

Wochenupdate 29. Januar

Mit neuen Positionen in JPY und der T-Note konnte das Portfolio neuen Schwung nehmen.

MAQS beendete die Woche mit einem deutlichen Plus von +1,47%.

Der Kurs per 31.12.2016 war EUR 103,031. Per Freitag waren es EUR 102,75. Das entspricht -0,28% Performance seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Kauf einer Short Gold Position

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 22. Januar

Wochenupdate 22. Januar

Nach dem Close der Positionen in EUR und JPY, beide gegenüber dem USD, ist es etwas ruhiger geworden. Die Amtseinführung von Donald Trump hat an den Märkten zu Irritation geführt. Daraufhin haben sich die Märkte in die eine wie die andere Richtung bewegt und am Ende aber nicht viel verändert.

MAQS beendete die Woche mit einem kleinen Minus von -0,5%.

Der Kurs per 31.12.2016 war EUR 103,031. Per Freitag waren es EUR 101,26. Das entspricht -1,72% Performance seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Kauf einer Short US T-Note 10J Position
  • Kauf einer Long USD/JPY Position

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 15. Januar

Wochenupdate 15. Januar

Dies Woche ist war wieder eine typische Gegentrend-Woche. Auf vielen der bestehenden Positionen gab es Gegenwind. MAQS beendete die Woche damit auch mit einem kräftigen 2% Minus. Die starke Gegenbewegung löste gleich mehrere Stops aus.

Der Kurs per 31.12.2016 war EUR 103,031. Per Freitag waren es EUR 101,81. Das entspricht -1,18% Performance seit Jahresanfang.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Verkauf der Short US T-Note 10J Position
  • Verkauf der Short USD / EUR Position
  • Verkauf der Long USD / JPY Position

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 08. Januar

Die Woche ist um und MAQS ist wieder etwas gewachsen.

In dieser Woche konnten wir ein kleines Plus die Woche beenden.

Der Kurs per 31.12.2016 war 103,031. Per Freitag waren es 103,993. Das entspricht +0,93% Performance.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Verkauf der Short Gold Position
  • Kauf einer Long USD/JPY Position

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Rückblick 2016, Ausblick 2017

Rückblick 2016, Ausblick 2017

Am Jahresende laufen auf allen TV-Sendern die Jahresrückblicke. In den Zeitungen sind diese auch oft zu sehen, meist kombiniert mit einem Ausblick auf das kommende Jahr.

Die großen Geldhäuser des Planeten veröffentlichen wie jedes Jahr Prognosen über die Indexstände von Dax und Co. obwohl schon die letzten 10 Jahre bewiesen wurde, dass sie damit regelmäßig falsch liegen. Analysten sind auch nur Menschen und unterliegen dem typischen Herdenverhalten – Unterreaktion auf Veränderungen!

Zuerst zu langsam den neuen Trend aufnehmen und dann dessen Richtung zu lange fortschreiben – jedes Jahr und jedes Jahr. Aber vielleicht haben sie sich diesmal richtig angestrengt und liegen mit Ihren Prognosen richtig – wir werden es sehen.

Auch ich möchte einen kleinen Rückblick auf meinen vor einem Jahr gestarteten Blog machen. Mein Ziel „Etwas über das bloggen zu lernen“ wurde mit diesem „Experiment“ voll erfüllt. Natürlich kann man vieles besser machen! Bin mir aber sicher, dass es auch schlechter geht.

Auf der Haben-Seite möchte ich verbuchen, dass ich es bei Wind und Wetter geschafft habe jede Woche Sonntag einen Blog-Post zu veröffentlichen. Manche waren eher quantitativer Art andere waren mehr aus dem Leben und bei einigen ist es mir hoffentlich gelungen beides miteinander zu verknüpfen.

Rein technisch habe ich ebenfalls eine Menge dazugelernt.

Wie schreibt man einen Blog? Ich hatte am Anfang keine Ahnung, aber mein Motto ist ja –„probieren geht über studieren“. Vielen Dank an die Leser für die Anregungen und die Kritik. Einiges konnte ich davon schon umsetzten.

Was mir anscheinend noch nicht richtig gelungen ist, ist eine genaue Zielgruppe zu finden. Aber da habe ich genau gesagt keine großen Vorstellungen. Ich schreibe was mich bewegt und vielleicht mag jemand das oder eben auch nicht – das ist dann wie im Leben.

  • Die an meinen Trades interessiert sind, können den Text als Beiwerk, als Entertainment verstehen.
  • Die meine Texte über verschiedene Situation im Daily Life mögen, können die quantitativen Ausarbeitungen zu meinen Systemen überspringen.
  • Andere wiederum sind vielleicht von meinen quantitativen – zugegeben nicht ganz akademischen – Versuchen und Analysen angetan, die können dann das andere „Geschwätz“ ignorieren.

Somit kann jeder etwas für sich mitnehmen.

Trades führen zum Erfolg:

Für die erste Gruppe der Leser habe ich mein Wikifolio MAQS im April eingerichtet. Damit lassen sich die Trades gut im Detail verfolgen. Vielleicht bekomme ich auch die Möglichkeit das Wikifolio zum Leben zu erwecken.

Also bitte dafür kostenlos voten!

Mit der Performance bin ich in diesem Jahr zufrieden: Mein Portfolio hat einen Rendite von ca. 11% erreicht und liegt damit mehr oder weniger auf dem Erwartungswert für beide Systeme zusammen. MAQS hat trotz des späten Starts im April immerhin noch eine Rendite von 3% erreicht, das ist m.E. ebenfalls OK.

Die Trades entstehen auf Basis von Analysen und Regeln:

Die an quantitativen Methoden interessierten verstehen die Trades ggf. besser durch die Analysen und bekommen genügend Vertrauen in das Wikifolio, bzw. das eigenen Trading.

Die Regeln für das Öffnen und Schließen der Trades wurden bis auf kleine Anlaufschwierigkeiten im MAQS Portfolio ohne Fehler durchgeführt – darauf bin ich persönlich sehr stolz. Mit jedem Jahr „Übung“ entstehen weniger technische Trading-Fehler. Da ich vom Handelssystem überzeugt bin, kommt es nur darauf an, die Trades möglichst fehlerfrei zu implementieren.

Entscheidungen basieren immer auf dem „ICH“:

Die Geschichten des Daily Life sollen zeigen, dass Trading Verhalten auch im wahren Leben eine Rolle spielt und bei Entscheidungen helfen kann. Bei allen unseren Entscheidungen gilt unsere eigene / persönliche Wahrheit – deshalb ist es in allen diesen Situationen gut sich selbst zu kennen.

Dieses Jahr waren die Herausforderungen einigermaßen akzeptabel, obwohl auch der Drawdown ab September schon deutliche Tiefen erreichte, die eventuell schon zur Besorgnis anregten.

Ausblick für das Jahr 2017:

An dieser Stelle möchte ich etwas zur Organisation des weiteren Blogs sagen, sowie eine Prognose zum Portfolio abgeben.

Organisatorsches:

Das wöchentliche Schreiben des Blogs ist relativ zeitaufwändig. Da ich neben meinem Full-Time-Job auch noch eine Familie habe und ich diese jedes Wochenende für ein paar Stunden vertrösten musste, habe ich beschlossen die Frequenz des Blogs zu ändern.

Ab dem nächsten Jahr schreibe ich längere Posts nur noch am Monatsende. Dabei werde ich ebenfalls, wie jetzt auch über die Performance des Wikifolios – MAQS schreiben. Dabei fokussiere ich mich auf das öffentliche Wikifolio MAQSDie Performance von zwei nahezu identischen Portfolien zu kommentieren bringt nicht mehr Transparenz.

Die geringere Frequenz gibt mir die Möglichkeit Analysen etwas länger vorzubereiten, bzw. einige Artikel noch besser zu recherchieren.

Die wöchentlichen Posts dienen nur dazu das wöchentliche System aktuell zu halten.

Also gleich viele Trades, jedoch spezifischer – bezogen auf MAQS. Analysen und längere Beiträge nur am Monatsende mit den Performance Zahlen.

Prognose 2017:

Nun habe ich ganz zu Anfang geschrieben, wie unsinnig ich die Prognosen der Banken finde und jetzt mache ich selbst eine.

Naja nicht ganz!

Ich möchte mich auf das neue Jahr vorbereiten und dabei den Leser ein wenig mitnehmen. Um zu erfahren, was 2017 vom Portfolio zu erwarten ist, gehen wir wie folgt vor:

Wir ermitteln anhand der uns bekannten Trades der Vergangenheit bzw. der monatlichen Erträge der beiden Systeme über das neue Tool der Monte-Carlo Simulation einen Ergebnisraum für die kommenden 12 Monate.

Für die langen Bonds greife ich auf die Versuche mit den DIY-Renditen (den historischen Zeitverlauf von 1962 – 1982) zurück, ansonsten nehme ich die mir bekannten Zeitreihen für Aktien, Rohstoffe und das wöchentliche System. Da meine Monte-Carlo Methode jetzt deutlich besser arbeitet, entstehen auch etwas andere zahlen ggü. den ersten Entwicklungen vom Anfang des Blogs.

Das Bild lässt sich sehen:

maqs-performance_erwartung_2017
Quelle: Daten Bloomberg, eigene Berechungen

Die Median Erwartung liegt bei ca. 16% und das -99% Quantil (also der Wert der in 99% der Fälle nicht erreicht werden sollte) liegt bei ca. -13%.

Runden wir großzügig auf kommen wir auf einen Drawdown von -15%, aber auch ein mittleres Upside-Potential von ca. 15%.

Damit können wir den kommenden Monaten ruhig und konzentriert entgegensehen.

Performance Dezember

Zum Schluss noch die Performance Daten für den Monat Dezember und damit auch für das gesamte Jahr 2016.

Portfolio: +4,6%, damit erreicht das Portfolio in 2016 +11,2%*.
MAQS:  +3,7%, für 2016 (seit April): +2,94%

maqs-performance_2016
MAQS Performance 06.04.2016 – 30.12.2016

 

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

 

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf einer halben Position EM Aktien (EUNZ)
  • Verkauf einer halben Position EM Anleihen (IUS7)

 

Das neue MAQS-Portfolio hält demnach folgende Positionen für den Januar 2017:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 100,38 102
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 22,56 228
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 43,81 470
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 103,89 49
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 233,11 0
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 18,13 1.135
Gesamt in EUR       102.97
*Schätzung

 

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.