Pyramidial strukturieren

Diese Woche werde ich mich relativ knapp halten. Am Wochenende war endlich Sommer und somit habe ich mit der Familie den halben Tag im Schwimmbad zugebracht.

Trotzdem möchte ich zum Wochenausklang natürlich eine kleine Geschichte schreiben und zum Schluss auch die neuen Trades für die Woche ankündigen.

Was mich diese Woche bewegt hat:

In der jetzt abgelaufenen Woche besuchte ich für 2 Tage einen Workshop zum Thema „Pyramidales Strukturieren“.

Das hat jetzt weniger mit Ägypten zu tun, sondern mehr mit einer effizienten Kommunikation. Nach diesem Prinzip müsste ich meinen Schreibstil im Blog komplett ändern. Ich müßte schreiben wie ein Journalist in einer Zeitung – das schon mal pyramidal vornweg – mache ich nicht.

Die Pyramidale Struktur begreifen.

Die Pyramidale Struktur nimmt das Ergebnis vorweg, bzw. bringt dies wie im Falle der Bildzeitung es in eine markige Schlagzeile. Andere solidere Tageszeitungen (FAZ, Süddeutsche etc.) machen das aber ebenso – nur etwas dezenter in einer Überschrift.

Dies liegt natürlich daran, dass in einer Zeitung wie der FAZ eine Menge Artikel stehen, aber wohl die wenigsten der Leser die FAZ von vorn bis hinten lesen.

Die Pyramidale Struktur hat 2 Ausprägungen – die Gruppe und die Kette.

Die Gruppe gibt dem Leser eine einfache Struktur an die Hand – z.B. die Rubriken der FAZ. Damit kann der Leser relativ schnell entscheiden, ob er heute etwas über Politik, Sport oder Wirtschaft vertiefen möchte, oder doch nur im Feuilleton blättern will.

Die Kette ist etwas anspruchsvoller und folgt vor allem unter den Unterschriften, insbesondere unter den Kommentaren. Bei der Kette kommt es darauf an, die These oder das Ergebnis zu begründen. Die Begründung folgt dann immer in 3 festen Modulen – Basis – Kommentar – Resolution.

Zur weiteren Vertiefung des Themas bieten sich einige Bücher an – mein Seminar wurde von Axel Schoof geleitet und dieser hat mir einem Kollegen auch ein Buch zum Thema verfasst.

Oben hatte ich erwähnt, dass das Pyramidale Strukturieren die Botschaft ganz an den Anfang stellt. Dies steht generell im Gegensatz zum wissenschaftlichen Arbeiten. Die wissenschaftlichen Arbeiten folgen der sogenannten Trichter Methode.

Die Trichter-Methode beginnt bei Adam und Eva.

Das ist natürlich maßlos übertrieben und für manche Zwecke – z.B. eben wissenschaftliche Arbeiten – völlig richtig und nützlich. Dabei beginnt man beim Allgemeinen und verengt das Thema immer weiter, bis ganz zum Schluss das Ergebnis steht. Um das Ergebnis schnell und einfach zu transportieren, ist jedoch die pyramidale Technik besser geeignet.

Wir könnten an einem Thema, welches ich schon das ein oder andere Mal gebracht habe das Prinzip der Kette illustrieren.

Die Botschaft:

  • Anleger sollten größere Drawdowns vermeiden, um langfristig Erfolg zu haben.

Die Basis:

  • Breit gestreute Buy-and-Hold Anlageportfolien liefern langfristig Ertrag. Dieser Ertrag ist mit Risiken verbunden, welche längere Verlustphasen (Drawdowns) von >20% mit einschließen.

Der Kommentar:

  • Anleger neigen dazu, bei größeren Drawdowns langfristig erfolgreiche Anlagen auf dem Tiefpunkt aufzugeben. Damit verpassen sie die Erholungsphase.

Die Resolution:

  • Anleger sollten größere Drawdowns vermeiden um langfristig Erfolg zu haben.

Damit haben wir in der Resolution einen zwingend logischen Schluss aus der zuvor gemeinsam geschaffenen Basis und dem erarbeiteten Kommentar.

 

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

 

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

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