Re-Entry – oder No Entry

Re-Entry – oder No Entry

Die Idee zum heutigen Kapitel hatte ich schon eine ganze Weile, aber andere spannende Dinge hatten Vorrang.

Hinter uns liegt ein sehr turbulenter Monat. Mit dem kurzen „von allen erwarteten“ Crash gleich zu Beginn des Monats war der Monat eigentlich schon gelaufen.

Wie Ihr Euch erinnert hatten wir gerade MAQS neu ausbalanciert, da traf uns der Crash mit voller Wucht. Einige Positionen liefen durch den Stop und kamen auch während des Monats nicht wieder zurück ins Portfolio.

Einzig die Position im S&P500 wurde noch am Freitag vor der Crashwoche geschlossen. Dies war möglich, da der S&P500 -im vergangenen Jahr 2017 sich schon sehr weit von seinen gleitenden Durchschnitten entfernt hatte. Da gleichzeitig die Volatilität immer weiter fiel, hat das wöchentliche System den Stop-Kurs sehr eng nachgezogen.

Dieser Stop Regel hatte ich bei der Konzeption eher für die Rohstoffmärkte mit ihren deutlichen Schwankungen eingebaut, aber auch in den Aktienmärkten sollte sich zeigen, was diese Regel bewirkt. Nebenbei bemerkt kam diese Art des Risikomanagements selbst im Extrem-Bullenmarkt bei den Bonds schon vor.

Der Stop führte dazu, dass MAQS den Rutsch im S&P500 nicht mitmachte und für mich erstaunlicherweise in der Woche darauf ein Signal zum Einstieg gab. Das Signal zum Einstieg war nach den Regeln völlig korrekt. Der kurze Gleitende Durchschnitt lag über dem mittleren und langen und da die Volatilität offensichtlich ebenfalls angezogen hatte, war das Setup perfekt für einen erneuten Einstieg – einen Re-Entry.

Das veranlasst mich für den heutigen Blog zu untersuchen, ob diese Art Entry – also in die gleiche Richtung (long oder short), in der Woche direkt nach dem Exit besonders gut oder eher schlecht sind. Als Trendfolger rechnet man damit, dass nach einem Exit der Trend schon gedreht hat und ein Wiedereinstieg – in die gleiche Richtung – daher nicht möglich ist.

Dazu habe ich mir im wöchentlichen System die oben beschriebene Entries analysiert und bin zu den folgenden Ergebnissen gekommen.

Die Analyse verlief über 23 verschiede Märkte in einem Zeitraum von knapp 9 Jahren. Dabei kamen in der Summe 479 Trades zustande. Davon waren 186 (38,8%) Trades Gewinner und 293 (61,2%) Loser.

Im gleichen Zeitraum gab es 91 Trades mit den oben beschriebenen Merkmalen – das sind knapp 20% aller Trades. Dafür, dass ich dachte, dass diese Re-Entrys nur ab und zu vorkommen, zeigt die Analyse eine deutliche Quote – jeder 5. Trade ist ein genau solcher!

Von diesen 91 Trades waren 42 Gewinner – also 46% und 49 waren Verlierer – also 54%.

Das ist keine schlechte Quote. Der existierende unterliegende Trend ist in diesen Fällen scheinbar so stark, dass dieser selbst bei einem Rücksetzter oder Vola-Stop noch etwas weiter trägt.

Eine höhere Hit-Ratio als bei normalen Entries macht diese Art von Entry auf jeden Fall interessant.

Schaut man sich den durchschnittlichen Gewinn pro Trade an, kommt ein wenig Ernüchterung auf. Der durchschnittliche Gewinner-Trade erreicht mit 0,84R (R=Risikoeinheit) nur knapp das Doppelte vom durchschnittlichen Verlierer-Trade mit -0,48R.

Bei den normalen Trades sehen die Gewinner typischer Weise mit 1,5R deutlich besser aus. Die Verlierer sind zwar ebnefalls schlechter bei -0,60R. In der Summe kommen wir jedoch auf einen Wert vom 2,5 fachen.

Meine Erklärung ist, dass der vorherrschende Trend zwar stark ist – also Gewinner produziert – aber eben auch schon reif und damit nicht mehr so lange läuft. Außerdem werden die Re-Entries generell bei höheren Risiko und damit kleinerer Positionsgröße und weniger Leverage eröffnet. Damit muss sich der Markt um die die gleiche Performance zu erreichen deutlich weiter bewegen.

Im Mittel verdient man mit einem Re-Entry 0,14R und mit einem normalen Trade 0,22R.

Side-Kick: Es gab nur 7 Trades, die gleich in der Woche nach dem Exit eröffnet wurden, aber mit einer Gegenposition – also dem Wechsel von Long auf Short oder umgekehrt. Diese Trades hatten ebenfalls eine 50/50 Quote aber trotzdem negative durchschnittliche Erträge von -0,41R, da die Verlusthöhe die Gewinnhöhe deutlich überstieg.

FAZIT: Re-Entries sind gut! Wir können den bestehenden Trend noch eine Weile weiter reiten. Die Ausbeute ist nicht ganz so stark wie bei normalen Trades, aber immer noch positiv.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Februar

Der Februar war wie schon Eingangs beschrieben geprägt vom Crash gleich zu Beginn.

Über alle Risiko-Assets: Aktien, Rohstoffe, Währungen musste MAQS große Verlust verkraften. Einige wöchentliche Trades wurden sogar ausgestoppt – so z.B. USD/YEN und EuroStoxx50. Bei den ETF leideten die Aktien-Märkte besonders. Die Renten konnten sich anfangs stabilisieren, aber mit dem fallenden Bund und T-Note Future gab dann auch der Langläufer-ETF aus der Eurozone nach.

Am Ende stand für diesen Monat trotz Aufholjagd ein dickes Minus zu Buche. Der versuchte Ausbruch nach oben fand ein jähes Ende und neue Tiefstände wurden markiert.

Februar: -6,82%, seit Jahresanfang: -3,91%

Monatsupdate_201802

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf von DAX

Das neue MAQS-Portfolio hält im März 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 107,58 0
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 24,98 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 50,91 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 90,90 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 228,14 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 18,79 800
Gesamt in EUR     85,76
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

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Fonds-Fahr-Schule: Aktien

Fonds-Fahr-Schule: Aktien

Wilkommen zurück zur Fonds-Fahr-Schule.

In der heutigen Lektion wollen wir wieder einen Schritt weiter auf dem „Risiko-Rendite-Pfad“ nach rechts-oben rücken. Damit erhöhen wir das Risiko, aber auch die Rendite-Chancen unserer Anlagemöglichkeiten.

Risiko-Ertrag

Nach dem wir in den letzten Fonds-Fahr-Schulen uns nur mit den Schuldtiteln eines Unternehmens beschäftigt habe, kommen wir nun zum Eigenkapital bzw. den Aktien.

Aktien sind im Prinzip kleine Anteile an einem Unternehmen – um bei unserem Besipiel vom vorherigen mal zu bleiben – der BMW AG. Damit ist jeder Besitzer einer Aktie von BMW auch gleichzeitig ein Miteigentümer. Ihm gehört also ein Stück dieses Unternehmens. Damit hat der Miteigentümer bzw. der Aktionär auch alle Rechte und Pflichten eines Unternehmers.

Macht das Unternehmen einen Gewinn, so steht dem Aktionär entsprechend seines Anteils am gesamten Vermögen auch ein Teil des Gewinns zu. Ein Teil des Gewinns wird oft in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgezahlt. Macht das Unternehmen einen Verlust, so ist der Mitweigentümer auch an diesem beteiligt.

Ein Blick in den Geshäftsbericht verrät uns: BMW hat im Jahr 2016 (leider gibt es noch keine aktuellen Daten von 2017) einen Gewinn von EUR 10,45 pro Stammaktie erwirtschaftet und konnte dadurch eine Dividende von EUR 3,50 auszahlen. Der Rest des Gewinns verblieb im Unternehmen und erhöhte den Buchwert.

Kleiner Einschub: Es gibt bei einigen Aktiengesellschaften Stammaktien und Vorzugsaktien. Generell haben Stammaktien ein Stimmrecht – man kann also zur Hauptversammung gehen und dort über die Vorschläge des Vorstandes mit abstimmen. Bei Vorzugsaktien besitz man kein Stimmrecht, wird aber typischer Weise mit einer höheren Dividende dafür entschädigt.

Aktien – insbesondere von großen Unternehmen wie BMW – werden täglich an der Börse gehandelt. Damit wird täglich der Wert eines Unternehmens bestimmt.

Woher wissen wir aber wieviel das Eigenkapital von BMW wert ist?

Das ist natürlich die Frage aller Fragen!

Wir können uns der Lösung prinzipiell auf zwei Wegen nähern:

  1. Fundamentaler Wert –  der Blick von innen
  2. Das Ergebnis einer Auktion – der Blick von außen

1. Fangen wir mit dem fundamentalen Wert an.

Wie wir eben festgestellt, haben hat der Besitzter einer Aktie einen Anspruch auf einen Teil des Gewinns die Dividende.

Nehmen wir weiterhin an, wir könnten perfekt vorhersagen, wie sich die Dividendenzahlungen in der Zukunft entwickeln werden.

Gehen wir vom aktuellen Wert heute aus und erwarten, das die Zahlungen bis in alle Ewigkeit erhalten. Damit sieht unser Zahlungsstrom wie folgt aus:

Jahr Dividende EUR Abzinsungsrate Barwert der Dividende EUR
0 3,5 5% 3,50
1 3,5 5% 3,33
2 3,5 5% 3,17
3 3,5 5% 3,02
4 3,5 5% 2,88
5 3,5 5% 2,74
3,5 5%
3,5 5% 0,00

Wie bei der Anleihe wird der Barwert des Zahlungsstromes durch Abzinsung (Diskontierung) ermittelt. Da wir schlecht bis in alle Ewigkeit rechnen wollen , haben findige Mathematiker für diesen Fall eine relativ einfache Formel gefunden.Das kommt uns bekannt vor, nicht? Sieht aus wie bei unserer Anleihe. Einziger Unterschied ist die offene Laufzeit. Bei einer Anleihe ist der Kupon – also der erwartete Zahlungsstrom – bis zum Laufzeitende bekannt.

Dabei kommt den Mathematikern zugute, dass die Zahlungen weit in der Zukunft zu heutigen Barwerten relativ klein sind. Damit sind diese für den aktullen Barwert unbedeutend.

Unterstellt man noch ein stetiges Wachstum dieser Dividende, landed man beim Gordon Growth Modell, oder auch Dividendewachstumsmodell oder Dividendendiskontierungsmodell.

Die Formel ist dann ganz einfach:

(1) Wert der Aktie = Dividende / (Abzinsungsrate – Wachstumsrate)

Ist die Wachstumsrate wie im ersten Beispiel = 0 ergibt sich:

(2) Wert der Aktie = Dividende / Abzinsungsrate

Damit erkennen wir, dass wir 2 neue Variablen schätzen müssen, um auf einen fairen Wert für die Aktie zu kommen.

Die Abzinsungsrate kann man als Verzinsung des Eigenkapitals ausdrücken. Gewöhnlich nimmt man dafür eine lang laufende Anleihenrendite z.B. 30J Bundesanleihe. Diese rentiert bei ca. 1,3%. Hinzu kommt die Risikoprämie (z.B. 5%), dafür dass die zukünftigen Dividenden deutlich unsicherer als die Kupon Zahlungen bei einer Bundsanleihen sind.

Damit ist die Abzinsungsrate bei 6,8% und der Wert von BMW leigt bei: EUR 55,56.

BMW hat in den letzten Jahren den Ertrag immer weiter gesteigert. Die Wachstumsrate lag im Mittel bei ca. 7,5%. Es gab aber auch schwierigere Zeiten und damit auch negatives Wachstum.

Glauben wir daran, dass BMW trotzdem mit einer Wachstumsrate von ca. 4% wachsen kann, dann erreichen wir mit unserer Formel einen Wert für die Aktie von BMW von EUR 152,17.

Das ist eine relativ große Spannbreite für einen fairen Wert – gar nicht so einfach!

2. Kommen wir zu unserer zweiten Methode.

Die Aktie von BMW wird aktuell bei einem Preis von EUR 94,- an der Börse gehandelt. Der Preis ist das Ergebnis einer Auktion. Auf der einen Seite stehen die Verkäufer, die den aktuellen Kurs für hoch erachten und verkaufen wollen. Die anderen sehen im aktuellen Kurs noch Potential für Wertsteigerung und wollen kaufen. Der aktuelle Börsenkurs ist der Kurs zu dem das Angebot und die Nachfrage aufeinander treffen.

Wir können von diesem Wert aus rückwärts uns fragen, welche Annahmen hinter dieser Bewertung stecken.

Stellen wir unsere Formel um, damit wir den Abzinsungsfaktor ermitteln können:

(3)  Abzinsungsrate (Dividendenrendite) = Dividende / Wert der Aktie

Mit den uns bekannten Werten errechnet sich damit eine Abzinsungsrate (Dividendenrendite) ohne weiteres Gewinnwachstum bei BMW von 3,7% bzw. eine Risikoprämie von nur 2,4%.

Jetzt kann man diese Abzinsungsrate oder Dividendenrendite von BMW mit den Renditen der anderen Aktien z.B. des Deutschen Aktienindexes (DAX) vergleichen.

Dadurch kann man zwar nicht den absolut richtigen Wert der Aktie bestimmen, aber die relative Attraktivität von BMW gegenüber den anderen. Eine hohe Dividenderendite signalisiert dabei generell eine günstigere Bewertung als eine niedrige Rendite.

Außerdem kann man die Dividendenrendite mit der Vergangenheit von BMW vergleichen und dabei sehen, was die Marktteilnehmer in der Vergangenheit bereit waren für die Aktie von BMW zu bezahlen.

Die Dividendenrendite gilt neben dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als eine der wesentlichen Bewertungsparameter von Aktien am Kapitalmarkt.

Das KGV ist dabei nichts anderes als statt der Dividende pro Aktie den Gewinn pro Aktie zu verwenden. Das KGV wird auch als Multiplikator angegeben und nicht wie die Dividendenrendite als Zins.

Damit suchen Investoren generell Aktien mit möglichst geringen KGV, bzw. einer hohen Dividendenrendite.

Der Vollständigkeit halber wollen wir mit unserem Dividenden-Modell und der Annahme von 5% Risikoprämie bestimmen, welches Wachstum der Dividende von BMW die Investoren in den nächsten Jahren unterstellen, um den aktuellen Preis zu rechtfertigen.

Schnell in unsere Formel eingesetzt ergibt sich bei einem Preis von EUR 94 eine Wachstumsrate von 2,6% p.a. für die Zukunft.

Muss ich mir jetz Gedanken machen, welche Aktie für mein Depot das beste Investment ist?

Klare Antwort nein. Privatanleger müssen keine einzelnen Aktien kaufen – Geschäftsberichte durchforsten um die beiden oben beschriebenen Parameter abzuschätzen.

Dafür gibt es Profis, die nach der 1. genanten Methode versuchen den „inneren“ Wert einer Aktie zu bestimmen und diese dann kaufen, wenn der ermittelte Preis unterhalb des Marktpreises liegt. Fondsmanager sprechen dann von unterbewerteten Aktien. Aktien welche über dem „inneren“ Wert an der Börse gehandelt werden verkauft der Fondsmanager aus dem Depot.

Anhänger der 2. Methode – dem Blick von außen – würden darauf vertrauen, dass der an der Börse ermittlete Wert korrekt ist (der Markt hat immer recht – oder auch Theorie der effizienten Märkte).

Damit diskontiert der Markt mit dem richtigen Abzinsungsfaktor (der richtigen Risikoprämie) bzw. hat eine gute Vorstellung über den Wachstumspfad eines jeden Unternehmens. Zumindest vertraut der Anleger darauf, dass die Profis diese Parameter besser einschätzen können als er selbst.

Das dies nicht immer der Fall ist, sehen wir an den vielen Auf- und Ab an den Börsen.

Schaut man sich die Wertentwicklung über viele Jahre und verschiedene Börsenzyklen an, so erkennt man die deutlich bessere Performance von Aktien gegenüber dem Festgeld oder Anleihen.

Privatanleger sollten daher nicht auf den Mehrertrag (die Risikoprämie) aus Aktien gegenüber einem Festgeld verzichten. Auch im Fall von Aktien bieten sich Fonds zur bequemen Anlage an.

Was gab es heute in unserer Fonds-Fahr-Schule zu lernen?

  1. Aktien sind an Anteile von Unternehmen. Diese Anteile werden an einer Börse gehandelt.
  2. Für die Bewertung einer Aktie sind einige Parameter zu bestimmen. Der „richtige“ Wert hängt stark von den Annahmen über die Parameter ab.
  3. Da sich die Marktmeinung über die Wachstumsaussichten von Unternehmen bzw. die zukünftige Zinsentwicklung häufig ändert, schwanken die Preise von Aktien stärker als die von Anleihen.
  4. Der geduldige Privatanleger verdient langfrsitig eine Riskoprämie gegenüber dem Festgeld.
  5. Privatanleger können Aktien in Form von Aktienfonds kaufen.

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Januar

Der Januar war ein guter Börsenmonat für MAQS. Nahezu auf allen Positionen konnte das Portfolio zulegen.

Wärend bei den ETF’s alle Positionen im Plus schlossen, konten zumindest im restlichen Portfolio bei Aktien und Öl gute Beiträge erzielt werden. Gold blieb etwas gemischt, die Währungen ebenfalls. Die Position JPY/USD verzeichnete deutliche Verluste, dafür gewann der EUR gegenüber dem USD. Auf der Rentenseite ein ähnliches Bild: Der Long im Bund Future verlor und die daruaf folgende Short Position im T-Note kompensierte die Verluste.

MAQS konnte sich ein wenig von den Tiefständen des letzten Jahres erholen und beendete den Monat im deutlichen Plus.

Januar: 3,04%, Seit Jahresanfang: 3,04%

Monatsupdate_201709

Signale des monatlichen Systems:

  • Kauf von EUR Staatsanleihen (+halbe Position)

Wie im letzten monatlichen Beitrag untersucht (und nachrichtlich erfasst) verzichten wir zukünftig auf den Handel der langen EUR Staatsanleihen und halten die Position dauerhaft.

Das neue MAQS-Portfolio hält im Februar 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 114,24 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 25,71 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 52,69 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 91,36 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 227,49 100
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 19,15 800
Gesamt in EUR     91,96
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Rückblick 2017, Ausblick 2018

Rückblick 2017, Ausblick 2018

Wie im letzten Jahr möchte ich am Anfang des neuen Jahres einen kleinen Rückblick auf die Ergebnisse des letzten Jahres geben. Den Ausblick für 2018 werden ich in den nächsten Tagen noch nachliefern, da ich zeitlich etwas knapp bin. (Anmerkung der Redaktion: Aktualisierung am 07.01.2017)

MAQS Jahres-Performance:

Im letzten Jahr gab es eine Menge Auf und Ab in der Performance von MAQS. Leider stand am Jahresende ein relativ dickes Minus von über 13% zu Buche.

Das war nicht schön und schon gar nicht schön darüber jede Woche zu schreiben. Verluste behält man besser für sich, oder?

Auf alle Fälle gehen viele Leute mit den Gewinnern dieses Jahr hausieren – eben ein netter Plausch auf den Parties zum Jahreswechsel. Es gab am Aktienmarkt auch eine Menge „Super Gewinner“.

  • Lufthansa: 150%
  • Commerzbank 72%
  • Uniper: 98%
  • Leoni: 84%
  • Boeing: 89%
  • Align Technology: 131%
  • Take-Two Interactive Software: 122%
  • usw.

Nicht zu  vergessen der märchenhafte Aufstieg des Bitcoin von ca. 1.000 USD auf 18.000 USD zum Jahreswechsel.

Wer ist da nicht gern dabeigewesen. Interessant sind m.E. vor allem die Storys, warum der oder diejenige gerade diesen Trade gemacht haben.

Ohne den Gewinn zu schmälern, war sicher auch eine Portion Glück im Spiel – Eben wie bei einer Lotterie.

Bisher habe ich übrigends noch niemanden mit Steinhoff International im Portfolio gefunden. Selbst mit so einem langweiligen Wert wie Fresenius, konnte man dieses Jahr einen Verlust von ca. 12% einfahren.

Letztes Jahr hatte ich an dieser Stelle noch einmal betont:

„Trades entstehen auf Basis von Analysen und Regeln!“

Daran habe ich mich das ganze Jahr gehalten. Alle Trades im MAQS-Portfolio wurden entweder vom wöchentlichen oder vom monatlichen System nach klaren reproduzierbaren Regeln generiert.

Das diese Methode nicht der „Heilige Gral“ ist und damit eben auch Verluste entstehen können, hatte ich schon im Ausblick 2017 gezeigt. Aber wir haben eben wie im Beitrag zu den Slot-Maschinen einen gewissen Vorsprung, der auf lange Sicht erfolgreich sein sollte.

Die „Prognose 2017“ sah wie folgt aus:

maqs-performance_erwartung_2017
Quelle: Daten Bloomberg, eigene Berechungen

Die Median Erwartung lag bei ca. 16% und das -99% Quantil (also der Wert der in 99% der Fälle nicht erreicht werden sollte) lag bei ca. -13%.

Damals hatte ich noch großzügig gerundet und kam auf einen Drawdown von -15%, aber auch ein mittleres Upside-Potential von ca. 15%.

Leider hat sich nur die negative Seite des Portfolios gezeigt. Wir haben die -13% bei MAQS im letzten Jahr gesehen – das hätte statistisch nicht vorkommen sollen.

Eine kleine Analyse zeigt aber relativ schnell, worauf die Simulation nicht achtete. Die Zahlen zur Simulation beinhalteten keinerlei Kosten.

Nach weiteren Analysen und Überlegungen werde ich die Kosten – vor allem die Finanzierungskosten des wöchentlichen Systems – zukünftig mit berücksichtigen.

In meinem neuen Ausblick (folgt), sind diese Kosten approximativ enthalten und nach einer Anpassung der Modellierung, werden diese möglichst genau in das System mit einfließen. Letztlich senkt es die Performance Erwartung um ca. 3% p.a. ab. Damit sind die erreichten -13% nicht mehr erst im 99% Quantil errreichbar, sondern leider schon eher. Simulation folgt!

#Nachlieferung Ausblick 2018

Häufig fängt man mit einer auf den ersten Blick einfachen Analyse an und stellt kurz dannach fest, dass Dinge die man noch vor Jahren als sinnvoll erachtete plötzlich in einem anderen Licht erscheinen.

Wie versprochen war das Ziel die DIY Renditen zu nutzen, um die Performance der Bond-Komponente in einem Zinssteigerungsszenario besser zu erfassen.

Dabei ist mir klar geworden, dass unser Algorithmus zur Selektion der Trades im monatlichen System mit den schnelle Preisbewegungen der langen Bonds seine Problem hat. Das Verhältniss von Aufwärtsbewegung (das System ist Long-Only) zur Volatilität ist für einen Trendfolger sehr ungünstig. Es kommt zu oft zu apprupten Preisbewegungen gegen den Trend und diese führen zu einem Positionswechsel. Kurz darauf wir der eigentliche Pfad wieder aufgenommen.

Damit ist die Trendfolgemethode auf den langen Bonds alles andere als optimal. Ich hatte diese hingenommen, da in verschiedenen Studien keine Nachteile auf anderen Bond-Märkten erkannt worden bzw. diese nachteile nur sehr gering waren. Wesentlich war jedoch für mich, eine Methode zu haben, die bei steigenden Zinsen mich aus dem Bond-Markt hält.

Nach den Untersuchungen der letzten Tage, bin ich zum Schluss gekommen, dass

  1. mein Trading-Algorithmus diese Aufgabe nicht leisten kann und
  2. ein steigender Zins nicht notwendiger Weise so negativ für die Performance der Bond-Komponente ist. Jedenfalls ist eine Buy-and-Hold Strategie unter Berücksichtigung von Handelskosten nicht schlechter als der Algorithmus.
  3. die wichtigste Aufgabe – große Drawdowns zu verhindern erreicht die MAQS-Systematik nur bedingt. Bei fallenden Zinsen reduziert sich der Drawdown nur marginal, bei steigenden schon etwas mehr, aber alles in allem zu wenig, um dafür die Rendite aufzugeben.

Lasst Zahlen sprechen:

10Y historisch 10Y inverse
Index
Rendite 4,33% 2,00%
Risiko 6,17% 6,25%
Drawdown -9,13% -14,87%
MAQS
Rendite 2,48% 0,72%
Risiko 5,13% 4,40%
Drawdown -8,38% -11,21%

Und Bilder:

10y-Rendite_normal
Performance 10-jähriger Bond (historicher Verlauf)
10y-Rendite_inverse
Performance 10-jähriger Bond (simulierter Zinsanstieg)

Damit sollten wir für die Bond-Komponente das Handelssystem aussetzten. Mit dem nächsten Monatstrade werde ich die halbe Position wieder zurückkaufen.

Jetzt wir die Zahlen zusammen haben, können diese in die Monte-Carlo Simulation aufgenommen werden.

Gesagt getan:

 

 

MC-Forecast_2018
eigene Berechnungen

Unter Berücksichtigung steigender Zinsen sollte MAQS in 2018 im Mittel um 9% zulegen. Dabei entsteht leider eine relativ hohe Streuung der möglichen Resultate. Im negativen Bereich erreichen wir mit ca. -17% einen deutlichen Drawdown – zum Glück nur in 1% der Fälle.

Im anderen 1% der Fälle ist auch eine deutlich positive Performance von > 43% möglich sein.

Lassen wir uns überraschen!

Willkommen in 2018

 

MAQS – Global Trend Following

Performance Dezember

Die Performance im Dezember war negativ. Anfänglich lief es noch sehr gut und MAQS konnte etwas Boden gutmachen, doch zum Jahreswechsel setzte die Schaukelei wieder ein und ohne Trends keine positive Performance. Der einzige Markt der wirklich das gesamte Jahr in einem sehr starken Trend verlief war der S&P500. Leider reichte die Performance nicht, die Verluste wieder wettzumachen.

Dezember: -1,96%, 2017: -13,38%

Monatsupdate_201712

Die Signale des wöchentlichen Systems werde ich nicht mehr jede Woche schreiben. Diese lassen sich im Detail immer im MAQS-Portfolio ablesen. Ebenso ist dort ein Chartverlauf zu sehen.

Signale des monatlichen Systems:

  • Verkauf einer halben Position der EUR Staatsanleihen

Das neue MAQS-Portfolio hält im Januar 2018 folgende Positionen:

Name ISIN Preis MAQS
DAXEX GY Equity DAX Aktien DE0005933931 112,17 60
EUNZ GY Equity EM Aktien IE00B8KGV557 25,13 300
IBCH GY Equity Welt Aktien IE00B441G979 51,10 290
IUS7 GY Equity EM Anleihen IE00B2NPKV68 95,62 0
IBCL GY Equity EUR Staatsanleihen IE00B1FZS913 226,56 50
XDBC GY Equity Rohstoffe LU0292106167 18,75 800
Gesamt in EUR     89,23
*Schätzung

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wikifolio: MAQS – Global Trend Following

Wochenupdate 24. Dezember

Wochenupdate 24. Dezember

MAQS beendet die vorletzte Woche in 2017 erneut im Minus -1,28% damit bleibt das Jahr eines der wenigen negativen in der bisherigen Serie.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 89,86. Das entspricht einer negativen Performance von -12,79% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 17. Dezember

Wochenupdate 17. Dezember

MAQS beendet diese Woche erneut mit -0,27% leicht im Minus und bleibt damit wohl für dieses Jahr am unteren Ende der Handelsspanne. Nach der Entscheidung der Fed und den neuen Lagerbeständen bei WTI-Oel drehten die Märkte gegen meine Positionen.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 91,02. Das entspricht einer negativen Performance von -11,66% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • keine

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 10. Dezember

Wochenupdate 10. Dezember

MAQS beendet diese Woche mit -0,20% leicht im Minus.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 91,27. Das entspricht einer negativen Performance von -11,42% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Close Long EUR/USD
  • Close Long Gold

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.

Wochenupdate 03. Dezember

Wochenupdate 03. Dezember

Diese Woche kann MAQS zulegen. MAQS beendet die Woche erneut mit einem Plus von +1,19%.

Der Kurs per 31.12.2016 lag bei EUR 103,031. Per letzten Freitag waren es EUR 91,45. Das entspricht einer negativen Performance von -11,24% seit Jahresanfang 2017.

MAQS – Global Trend Following

Signale des wöchentlichen Systems:

  • Long EuroStoxx50
  • Long Gold

Die genauen Trades findet Ihr im Wikifolio.

Eure Kommentare sind herzlich willkommen.